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Monument Jüdischer Friedhof

Monument mit "lebendigem" Archiv am Jüdischen Friedhof

Die Stadt Kirchhain und der Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain möchten in diesem Jahr am Jüdischen Friedhof in Kirchhain ein Monument (Gedenkinstallation) mit sechs zurückerhaltenen Fragmenten der geschändeten und später teilweise abgerissenen Synagoge errichten. Das Monument soll ein Beitrag für das Gedenken an und die Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Familien in Kirchhain und ein lokaler Beitrag für eine Kultur des Friedens und der Erinnerung sein.

Zur Realisierung der Gedenkinstallation wurde ein Kunstwettbewerb ausgelobt. Der Siegerbeitrag „Monument „ARCHIV“ soll eine Art „Lebendiges Outdoor-Archiv“ darstellen. In dem Monument ist eine Ausstellung der Sandsteinfragmente der Synagoge fester Bestandteil. Darüber hinaus sollen Beschreibungen von historischen Relikten und Informationen zur jüdischen Geschichte, Porträts, Exponate Bestandteil des Monumentes sein.

Die Exponate, Texte pp. sollen als Wechselausstellung erfolgen. Mit den Porträts, Bildern, Buchauszügen regt die Ausstellung immer wieder zum Anhalten und Nachdenken an und „lebt“ damit.

Die Texte und Bilder sollen nicht nur durch Vereinsmitglieder zusammengestellt werden. Auch Schüler*innen und Lehrer*innen der Alfred-Wegener-Schule (AWS) werden hier aktiv mit eingebunden. Mit der Schüler-AG ARRET der AWS arbeiten wir seit vielen Jahren im Rahmen der jährlich stattfindenden Stolpersteinverlegungen in Kirchhain zusammen.

Die Jugend bei dem Thema „Nationalsozialismus“ mit einzubinden, ist dem Verein, aber auch mir persönlich, sehr wichtig. Durch das „Lebendige Archiv“ können die Schüler*innen aktiv mitgestalten und die Ergebnisse ihrer Arbeit der Öffentlichkeit zeigen.

Die Gesamtkosten des Monumentes belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Die Finanzierung soll in erster Linie über Spendengelder und Fördermittel erfolgen. Stadt und Verein haben einen Großteil der Summe bereits akquirieren können. Spenden gingen von Bürgerinnen und Bürgern, Firmen sowie Nachfahren ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger ein. Auch der Verein und die Stadt haben zusammen 10.000 Euro eingebracht. 

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Holocaust rücken zeitlich in immer weitere Ferne. Das ihnen zugrunde liegende Gedankengut aus Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass tritt aber auch heute noch immer wieder offen zutage. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachzuhalten und sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Wir sind uns sicher, dass wir mit der Umsetzung dieses Projektes einen wichtigen Beitrag leisten, um in Kirchhain einen Erinnerungsort zu schaffen, der die Besucherinnen und Besucher informiert und gleichzeitig für das Thema sensibilisiert.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Stadt Kirchhain informieren. Gespendet werden kann auf das Konto des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain e.V. (DE94 5335 0000 1055 3999 87). Spendenbescheinigungen können selbstverständlich ausgestellt werden. Hierfür bei der Überweisung die notwendigen Kontaktdaten angeben.

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