Sportliche Höchstleistung, starke Gemeinschaft und ein Vermächtnis für die Zukunft
Wie bereits berichtet, hat der TTC Anzefahr einen außergewöhnlichen sportlichen Erfolg erzielt und einen Weltrekord im Tischtennis‑Dauerspiel aufgestellt. Was als besondere Idee im Rahmen der 800‑Jahrfeier von Anzefahr begann, entwickelte sich zu einem Projekt, das die Dorfgemeinschaft über Tage hinweg mobilisierte und bundesweit Aufmerksamkeit erzeugte. Der Rekord rückte Kirchhain in die überregionale Öffentlichkeit und zeigte eindrucksvoll, wie viel Energie und Kreativität in einem Stadtteil steckten kann.
Über 211 Stunden, 40 Minuten und 41 Sekunden wurde ohne Unterbrechung gespielt. Ein Kraftakt, der nur durch die beeindruckende Beteiligung möglich war. Insgesamt 775 Spielerinnen und Spieler standen an der Platte, es entstanden 1.191 unterschiedliche Paarungen - ein Wert, der die Vielfalt und Dynamik des Rekords eindrucksvoll belegt. Die Teilnehmenden kamen aus 90 verschiedenen Vereinen, Organisationen und Institutionen, darunter mehr als 60 Tischtennisvereine. Die weitesten Anreisen hatten Spieler unter anderem aus Hamburg und Berlin.
Besonders eindrucksvoll war die Beteiligung verschiedener gesellschaftlicher Gruppen: Polizei, Bundeswehr und sogar die Feuerwehr traten in voller Montur an die Platte und sorgten für unvergessliche Momente. Und auch ein Pfarrer mit seinen Messdienern war dabei.
Positive Effekte für den Verein
Der Weltrekord hat nicht nur sportliche Geschichte geschrieben, sondern auch dem TTC Anzefahr selbst einen spürbaren Schub gegeben. Der Verein verzeichnet neue Mitglieder und es hat sich eine neue Freizeitgruppe gebildet, die sich regelmäßig zum Spielen trifft. Der Rekord wirkt damit nachhaltig: sportlich, sozial und gemeinschaftlich.
Was passiert mit der Rekord-Platte?
Nach Abschluss des Weltrekords stellte sich die Frage, was mit der Tischtennisplatte geschehen soll, die dieses historische Ereignis getragen hat. Schnell war klar: Dieses besondere Objekt sollte nicht einfach verschwinden – und vor allem in Anzefahr bleiben.
Der TTC Anzefahr entschied sich, die Platte zu versteigern.
Bei der Versteigerung setzte Bürgermeister Olaf Hausmann ein klares Zeichen: Er ersteigerte die Platte für die Stadt Kirchhain – für einen Betrag von 1.200 Euro. Dieser Erlös kommt vollständig der Jugendarbeit des TTC Anzefahr zugute und stärkt damit genau jene jungen Menschen, die den Verein in Zukunft tragen werden.
Übergabe an die Hauptakteure des Rekords
Im Rahmen eines gemeinsamen Termins übergab Bürgermeister Hausmann die Rekord-Platte vor wenigen Tagen an den Vorsitzenden Oliver Groß sowie den Kassierer des Vereins Patrick Pfeffer. Beide gehören zu den Hauptakteuren der Weltrekordaktion: Sie haben das Projekt maßgeblich organisiert, koordiniert und über die gesamte Dauer begleitet. Bei der Übergabe stellte Hausmann klar, dass die Platte dem TTC zur Verfügung steht, aber bei Bedarf für städtische Aktionen ausgeliehen werden soll – etwa bei der 675‑Jahrfeier der Stadt Kirchhain im kommenden Jahr, wenn es bei einer der geplanten Events thematisch passt. „Der TTC Anzefahr hat mit dieser Aktion etwas geschaffen, das weit über unsere Stadtgrenzen hinaus wahrgenommen wurde. Kirchhain ist durch den Weltrekord in die bundesweite Öffentlichkeit gerückt – und das mit einer Idee, die Gemeinschaft, Kreativität und sportlichen Ehrgeiz verbindet. Die Platte bleibt dort, wo der Rekord entstanden ist, und wird gleichzeitig für die ganze Stadt ein Stück Identität.“
Foto: Stadt Kirchhain
BU: Bürgermeister Hausmann übergibt die Weltrekord-Tischtennisplatte an Oliver Groß (rechts) und Patrick Pfeffer (links)


