Starkregen fordert Einsatzkräfte
Am Samstag, dem 05. Juni zog ein Unwetter über Kirchhain und richtete im Ortsteil Betziesdorf erheblichen Schaden an.
Durch die starken Niederschläge wurden Straßen und Wiesen überspült. Eine Vielzahl von Kellerräumen und Stallungen liefen voll. Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr waren Anwohner dabei, ihre Kellerräume auszupumpen.
Aufgrund der Vielzahl der bei der Feuerwehr eingegangenen Meldungen wurden mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhain mit Pumpen und Wassersaugern nach Betziesdorf gerufen. Bis in die Nacht hinein wurden 25 Einsatzstellen durch die Einsatzkräfte abgearbeitet.
Neben der örtlichen Feuerwehr Kirchhain-Betziesdorf waren Einheiten aus der Kernstadtfeuerwehr sowie aus Anzefahr, Burgholz, Großseelheim, Sindersfeld, Niederwald und Langenstein vor Ort. Die Feuerwehr Stausebach stellte den Grundschutz im Feuerwehrhaus Kirchhain sicher. Die Gemeinde Cölbe half mit der Bereitstellung von Sandsäcken aus. Die Einsätze wurden zentral durch die örtlich-technische Einsatzleitung (ÖTEL) im Feuerwehrhaus in Kirchhain entgegengenommen und koordiniert.
Aufgrund der Erfahrungen aus dem Starkregenereignis vom August 2018 wurde für die Abarbeitung und Koordination derartiger Schadensereignisse eine spezielle Software durch den Landkreis Marburg-Biedenkopf kostenlos bereitgestellt. Diese konnte am Samstag erstmalig im „Realbetrieb“ durch die örtlich-technische Einsatzleitung (ÖTEL) unter Leitung von Stellv. Stadtbrandinspektor Thorsten Thierbach eingesetzt werden.
Insgesamt waren ca. 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kirchhain unter Leitung von Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker im Einsatz.
Bürgermeister Hausmann, der ebenfalls vor Ort war, dankt den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden für ihren Einsatz und der Nachbargemeinde Cölbe für die Unterstützung. Auch die sehr gut funktionierende Nachbarschaftshilfe der Betziesdorferinnen und Betziesdorfer hob Hausmann in seinem Dank besonders hervor.


