Sprungziele
Seiteninhalt
21.11.2025

Stadt Kirchhain beim Bundesforum der Hertie-Stiftung in Berlin

Jugendbeteiligung aktiv gestalten
Ende September fand in Berlin das Bundesforum „Jugend entscheidet“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung statt – der feierliche Auftakt der „Jugend entscheidet“-Akademie, an der deutschlandweit 35 ausgewählte Kommunen teilnehmen.Mit dabei: Kirchhainer Bürgermeister Olaf Hausmann, der gemeinsam mit Sozialarbeiter Niklas Schade von der Jugendförderung der Stadt erste Impulse für die Stärkung von Jugendbeteiligung in der kommunalen Politikarbeit sammelte.Im Zentrum der dreitägigen Veranstaltung stand die Frage, wie junge Menschen wirkungsvoll in politische Entscheidungsprozesse vor Ort eingebunden werden können – nicht als symbolischer Akt, sondern als ernst gemeinte Mitbestimmung.Kirchhain hatte sich für das Förderprogramm beworben, da die Stadt beabsichtigt, in Kirchhain einen Kinder- und Jugendbeirat zu gründen-


Grußwort des Bundespräsidenten: Demokratie beginnt vor Ort
Bereits zur feierlichen Eröffnung wurde die Bedeutung des Projekts unterstrichen: In einer Videobotschaft begrüßte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Teilnehmenden und betonte die Notwendigkeit, jungen Menschen echte politische Beteiligung zu ermöglichen. Im Anschluss begrüßten Elisabeth Niejahr (Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung) sowie Kim Klebolte (Programmleiterin von Jugend entscheidet)die Teilnehmenden.

Workshops, Diskussionen und Begegnung: Der intensive Austausch beginnt
Nach einer interaktiven Kennenlernrunde, wurde das Konzept der Jugend entscheidet-Akademie vorgestellt. Der Nachmittag mündete in ein moderiertes Gespräch zum Thema: „Demokratie vor Ort – Wie Kommunen zu Vertrauen und Zusammenhalt beitragen“.Besonders viel Raum nahm die Fishbowl-Diskussion zum Thema „Demokratie ohne Nachwuchs?“ ein, in der Vertreter/innen aus Politik, Zivilgesellschaft und Verwaltung gemeinsam mit Jugendlichen diskutierten, wie sich politische Partizipation in einer zunehmend komplexen Welt entwickeln muss.

Vertiefung in Workshops – Von Theorie zu Praxis
Der zweite Veranstaltungstag war geprägt von intensiven Fachimpulsen und praxisorientierten Workshops. Nach einem gemeinsamen Einstieg und inspirierenden Projektvorstellungen konnten die Teilnehmenden aus einer Vielzahl an Themen wählen.Die Workshops wurden von erfahrenen Fachleuten geleitet. Besonders geschätzt wurde der Austausch zwischen kleinen und großen Kommunen, zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft, zwischen Experten/innen und Praktiker/innen.Abends erwartete die Teilnehmenden eine hochkarätige Fishbowl-Diskussion zum Thema „Generationengerechtigkeit: Wer trägt die Lasten der Zukunft?“ mit Impulsen u. a. von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann und dem Jugendvertreter Omar Alkadamani.Der letzte Tag widmete sich wiederum Themen wie Demokratie, Fehlerkultur, Desinformation oder auch Extremismus, die in Workshop-Sessions bearbeitet un diskutiert wurden. Ein digitaler Impulsvortrag von Marina Weisband, bekannte Netzpolitikerin und Bildungsaktivistin, zum Thema „Mut zur Veränderung“ bildete den Höhepunkt des Tages. Ihre Botschaft: Veränderung braucht Offenheit, Zeit – und das Vertrauen in die nächste Generation.

Nächste Schritte vor Ort geplant
„Wir wollen, dass junge Menschen künftig ihre Ideen und Perspektiven frühzeitig in die Politik einbringen. Die Teilnahme an dem Workshop Jugend entscheidet hat uns viele Impulse für die künftige Arbeit und die Umsetzung in unserer Stadt gegeben“, so das Fazit von Bürgermeister Hausmann und weiter: „Die Teilnahme am Workshop zeigt, dass Kirchhain bereit ist, neue Wege der Jugendbeteiligung zu gehen. Es ist wichtig, dass wir die Stimme der Jugend ernst nehmen und sie aktiv in unsere Stadtpolitik einbinden. Nun gilt es, die Ideen vor Ort umzusetzen.“

Foto: Hertie-Stiftung

Seite zurück Nach oben