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11.10.2024

Spatenstich erfolgt Genossenschaft investiert in Kirchhain in bezahlbaren Wohnungsbau

Große Freude beim symbolischen Spatenstich am 01. Oktober auf dem Grundstück „An der Wohra“ zum Bau von drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt zwölf Wohnungen. Dieser Moment markiert den Beginn eines Wohnbau-Projekts, das für Kirchhain von großer Bedeutung ist. Alle Beteiligten waren sich bei dem Spatenstich einig, dass sie mit diesem Projekt einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung Kirchhains als Wohnstadt erreichen werden.

Bauherr der drei Wohnhäuser ist die Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft (gwsbg) mit Sitz in Cappel, die in Kirchhain bereits einige Wohneinheiten besitzt, so zum Beispiel „Im Brand“ oder in der „Alsfelder Straße“, wo in diesem Jahr ebenfalls umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden.

Auf dem Gelände „An der Wohra“ wurden vor 2 Jahren zwei nicht mehr sanierungswürdige Mehrfamilienhäuser (Baujahr 1952) der ggwsbg mit insgesamt acht Wohnungen abgerissen. Vorausgegangen waren intensive Diskussionen und Analysen, die die zuständigen Gremien dazu bewogen hatten, die Gebäude aus wirtschaftlichen Gründen abzureißen und mit Neubauten attraktiven Wohnraum zu schaffen.

Nach vielen Gesprächen in der Genossenschaft zwischen dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde vereinbart, einen eigenen „Prototypen“ zu zeichnen und zu entwickeln, welche den Anforderungen der Genossenschaft entspricht. Er sollte kompakt, funktional, bezahlbar, nachhaltig und seriell sein. Kommerzielle Anbieter auf dem Markt konnten jedoch lediglich nur größere Wohneinheiten ab ca. 20 bis 25 Wohnungen in serieller Bauweise anbieten. Dies war für die Genossenschaft jedoch zu groß und passte in der Form auch nicht zur Philosophie.

So entstand die Idee, kleine kompakte Häuser zu entwickeln, die die Firma Intergrale Planung nach den Vorstellungen der gwsbg nun umsetzt. Dieses Haus ist so gestaltet, dass der Bautyp auch für andere Bauvorhaben der Genossenschaft im Landkreis Marburg Biedenkopf umgesetzt werden kann.

Daten zu den entstehenden Häusern in Kirchhain

„An der Wohra 18 und 20“ sowie „Bei der Papiermühle 4“ entstehen insgesamt drei Häuser mit jeweils ca. 276 qm Wohnfläche (jeweils vier Wohnungen mit je 2 x ca. 60 qm, 1 x ca. 72qm und 1 x ca. 84 qm). Damit schafft die Genossenschaft nach Fertigstellung insgesamt ca. 828 qm neuen sozialen und bezahlbaren Wohnraum in Kirchhain.

Die Wohneinheiten im Erdgeschoss sind barrierefrei erreichbar. Die Gebäude verfügen jeweils über einen eigenen Technik- und Abstellraum im Erdgeschoss. Der Abstellraum dient Kinderwagen, Rollstühlen, Rollatoren und anderen "Fahrzeugen" für Kinder als Abstellfläche. Die Stellplätze werden gemäß der jeweiligen Stellplatzsatzung der Stadt hergestellt.

Die erste Bauphase wurde mit dem Spatenstich zur Erstellung der drei Bodenplatten begonnen. Das ausführende Unternehmen dieses ersten Bauabschnitts ist die Firma Dilling Bau aus Kirchhain. Die zweite Bauphase wird die Errichtung der Gebäude sein, die im Frühjahr 2025 beginnt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis ins Frühjahr 2026 gehen, so dass die Genossenschaft plant, die Übergabe an die Mieter im 2. Quartal 2026 durchzuführen.

Stadt und Landkreis sind finanziell beteiligt

Das gesamte Projekt wird seitens der Stadt Kirchhain mit dem Erbpachtgrundstück und einem Zuschuss von rund 40.000 Euro unterstützt. Auch der Landkreis Marburg Biedenkopf ist mit einem Zuschuss von 350.000 Euro beteiligt. Die weitere Finanzierung läuft über Mittel des Landes Hessen über die WI Bank mit einem zinsvergünstigen Kredit des sozialen Wohnungsbaus und den dazugehörigen Zuschüssen sowie aus Eigenmitteln der Genossenschaft und Fremdmittel durch die Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Froh, dass es losgeht

Der Geschäftsführer der gwsbg Stefan Funk brachte beim Spatenstich seine Freude zum Ausdruck, dass es in Kirchhain mit dem Neubau von bezahlbaremWohnungsbau losgeht und zusätzliche Wohneinheiten angeboten werden können. Auch Bürgermeister Olaf Hausmann und Landrat Jens Womelsdorf freuten sich über den Start und waren sich einig, dass neben den Sanierungsaktivitäten an anderer Stelle mit dem Bau der Gebäude ein wichtiger Schritt zur Schaffung von neuem Wohnraum getan wurde. Sowohl Stadt als auch Landkreis sind sich einig, dass das gemeinsame Projekt dringend benötigten Wohnraum schafft und mit der Förderung Geld investiert wird, dass die Lebensqualität der Menschen im Landkreis fördert.

Alle Menschen, die in die neuen Wohnungen einziehen möchten, benötigen einen Wohnberechtigungsschein. Die Mieten sind aufgrund der Mittel aus dem sozialen Wohnungsbau im Vorfeld bereits festgelegt. Die Sicherheit der Mieten wird über die gesetzlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen des sozialen Wohnungsbaus gebunden sein.

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