Sanierung Bürgerhaus Großseelheim
Sanierung des Bürgerhauses in Großseelheim
Mitglieder des Bauausschusses wurden über die Arbeiten informiert
Von außen sieht man schon deutliche Veränderungen bei der Sanierung des Bürgerhauses in Großseelheim und auch im Gebäude wurden bereits zahlreiche Arbeiten durchgeführt. Die neuen Fenster und die Dacheindeckung sowie der frische Außenputz werten das Gebäude bereits sichtbar auf.
Dass die Sanierung des Großseelheimer Bürgerhauses ein finanzieller Kraftakt für die Stadt Kirchhain wird, war von Anfang an klar und eine Umsetzung hätte ohne eine Förderung nicht durchgeführt werden können.
Wie genau der Stand der Sanierungsarbeiten ist erfuhren nun die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses in ihrer letzten Sitzung in der Christian Spitzner und Christian Nau vom beauftragten Architektenbüro atelier-spitzner gmbH einen Überblick über die bisher geleisteten Arbeiten und die damit verbundene Finanzierung gaben.
Die Kosten für die energetische Sanierung belaufen sich insgesamt auf 1.665.000 Euro wovon bereits Arbeiten in Höhe von 786.500 Euro umgesetzt und abgerechnet wurden.
Bei den Bauleistungen in den Gewerken Wärmedämmverbundsystem, Trockenbau, Dach, Türen, Fenster sowie weiteren Kleinmaßnahmen mussten im Verlauf der Arbeiten unvorhersehbare Anpassungen aufgrund statischer und brandschutztechnischer Vorgaben getätigt werden; insbesondere asbestbelastetes Material führte hier zu Problemen.
Bei den Bauleistungen in den technischen Gewerken, wie z.B. Elektro, Heizung, Sanitär, Lüftung, Brandmeldetechnik und Blitzschutz gestaltete sich die Auftragsvergaben schwierig, da die Gewerke teilweise mehrfach ausgeschrieben werden mussten bevor die Aufträge vergeben werden konnten. Zudem führten die aktuellen Anforderungen zum Brandschutz für Versammlungsstätten zu Mehraufwand.
„Die Großseelheimer wissen es zu schätzen, dass die energetische Sanierung des Bürgerhauses von einer breiten Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung mitgetragen wurde. In den vergangenen Jahren wurden bekanntlich mehrere Anläufe für die Modernisierung und Aufwertung des aus 1969 stammenden Gebäudes vergeblich unternommen, weil sich dafür keine Förderung fand. Erst 2022 gab es dann endlich für eine energetische Sanierung eine Förderzusage über 711.000 Euro, die sozusagen den Startschuss für die inzwischen zu 80% abgeschlossenen Bauarbeiten ermöglichten,“ so Ortsvorsteher Helmut Hofmann.
Im Zuge der Außensanierung mussten jedoch auch erhebliche Eingriffe im Innenbereich des Gebäudes und insbesondere im großen Saal vorgenommen werden. Zu einem durch das neue Brandschutzkonzept, andererseits durch die Installation der neuen Lüftungsanlage. Die Bauverwaltung ist dem Wunsch des Ortsbeirats Großseelheim gefolgt und hat weitere Mittel für den Innenausbau in den Haushaltsentwurf 2025 eingestellt, damit die Räumlichkeiten wieder genutzt werden können.
„Der Ortsbeirat und sicherlich auch die gesamte Großseelheimer Bürgerschaft würde sich daher über eine erneute breite Zustimmung auch zu diesem Zahlenwerk sehr freuen“, erklärt Ortsvorsteher Helmut Hofmann.
Auch Bürgermeister Olaf Hausmann stellt die Wichtigkeit der Umsetzung des Projektes hervor: „Das Bürgerhaus in Großseelheim wird neben den privaten Veranstaltungen auch von zahlreichen Vereinen für Veranstaltungen, Übungsstunden und vielem mehr genutzt. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Maßnahme und somit eine baldige Nutzung zügig umsetzen. Wir werden die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses über den Fortgang der Maßnahme regelmäßig informieren. Natürlich wird, wie in den anderen Stadtteilen auch, eine Klärung und Vereinbarung herbeigeführt, wie die künftige Trägerschaft für das Gebäude aussieht“.
Kommt es zu einem Sperrvermerk?
Im Zuge der Haushaltsplanberatungen stellte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag für die Sanierungsarbeiten für das Bürgerhaus einen sogenannten Sperrvermerk einzurichten. Das bedeutet, dass Gelder für die weiteren Arbeiten von der Stadtverordnetenversammlung freigegeben werden müssen, bevor sie ausgegeben werden können. Dieser Beschluss fand in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der letzten Woche eine Mehrheit. Die Grünen werden nun zunächst intern beraten, wie es mit dem Antrag weitergehen soll. Eine abschließende Entscheidung wird dann in der Sitzung des Stadtparlaments am 24. Februar erfolgen.
Foto: atelier-spitzner gmbh


