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18.04.2025

Resolution zur Erinnerung an Zwangsarbeiter im Zweiten Weltkrieg

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kirchhain hat in ihrer letzten Sitzung eine wichtige Resolution zum Thema „Zwangsarbeit von Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg“ verabschiedet. Sie ist von großer Bedeutung, da sie dazu beiträgt, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und die historische Verantwortung anzuerkennen.

Die Resolution im Wortlaut:

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kirchhain hat bereits im Oktober 2014 einen Beschluss zur Verlegung von Stolpersteinen gefasst.

Magistrat und Stadtverordnetenversammlung unterstützen damit seit 2015 die Erinnerung an die ehemals in Kirchhain lebenden jüdischen Familien.

Durch die Verlegung von Stolpersteinen wird an das Schicksal sowie die Deportation und Ermordung der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sichtbar erinnert.

Das Kleinseelheimer Bündnis für Demokratie und Miteinander hat die Geschichte der Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg und deren Einsatz zur Zwangsarbeit am Beispiel der Zulieferung der Kleinseelheimer Ziegelei an die Rüstungsbetriebe in Stadtallendorf thematisiert.

Dabei konnten die Einsatzkommandos, sowie namentlich erfasste Kriegsgefangene aus mehreren Ländern identifiziert, herausgearbeitet und dokumentiert werden.

Für diesen Anstoß ganz herzlichen Dank an die geleistete Vorarbeit der Kleinseelheimer Bürgerinnen und Bürger.

Viele der Aufzeichnungen zur Zwangsarbeit sind im Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) in Stadtallendorf, erfasst und dokumentiert.

Sie bilden u.a. eine Grundlage der Aufarbeitung zur Arbeit von Zwangsarbeitern in der Kleinseelheimer Ziegelei.

Kriegsgefangene aus verschiedenen Ländern wurden nicht nur dort, sondern in vielen unterschiedlichen Bereichen in Kirchhain und den Stadtteilen eingesetzt.

Die Erfassung dieser Geschichte ist bisher noch nicht erfolgt.

Die Stadtverordnetenversammlung und der Magistrat nehmen daher gerne die Initiative des Kleinseelheimer Bündnisse für Demokratie und Miteinander als Anstoß, diesen Aspekt unserer Geschichte aufzuarbeiten.

In enger Kooperation mit dem DIZ und gemeinsam mit dem Bündnis, der interessierten Öffentlichkeit, den Initiativen in den Stadtteilen sowie dem Heimat- und Geschichtsverein (HGV) und ggf. auch unter Hinzuziehung der Schulen soll dieses Kapitel gründlich recherchiert und ein Vorschlag für einen angemessenen Umgang erarbeitet werden.

Auf dieser Basis kann die Kirchhainer Stadtverordnetenversammlung eine entsprechende Beschlussfassung zum Gedenken und zur mahnenden Erinnerung an die Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg und deren Einsatz zur Zwangsarbeit in unserer Kommune durchführen.

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