Neues aus der Stadtverordnetenversammlung
Gründung einer Energie Kirchhain GmbH soll Energiewende voranbringen
Ein Markenzeichen der Kirchhainer Stadtverordnetenversammlung sind die im Ergebnis sehr oft einstimmig oder mit großer Stimmenmehrheit gefassten Beschlüsse. Auch in der letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen war dies der Fall. Lediglich bei der Verwendung der Mittel aus dem Soforthilfeprogramm des Landes Hessen und dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ gab es jeweils knappe Abstimmungsergebnisse.
Ein Antrag der GRÜNE-Fraktion zur Ausweisung eines dauerhaften Veranstaltungsorts für die Kirchhainer Innenstadt fand keine Zustimmung der anderen Fraktionen.
Die wesentlichen Inhalte im Einzelnen:
Gründung der Energie Kirchhain GmbH
- Mit der Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft (GmbH) mit der Energie Vogelsberg GmbH stellt die Stadt weitreichende und strategische Weichen für die Umsetzung von verschiedenen Energieversorgungsprojekten stellt, z.B.
- Prüfung und ggf. Umsetzung eines Wärmenetzes in der Innenstadt
- Bürgerbeteiligung bei Projekten
- Weitere Projekte im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung
Stadt erzielt weitere Einnahmen durch Ausbau regenerativer Energie
- Abschluss eines Nutzungsvertrages zum Verlegen von Leitungen im Gebiet der Stadt Kirchhain für den Windpark Rauschenberg.
- Zusätzlichen finanziellen Vorteil für die Stadt durch einen Vertrag nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gesichert.
Projekte für das Sonderprogramm „Sanierung Kommunale Sportstätten“
Auf Initiative der SPD-Fraktion wurden Planungskosten für ein mögliches neues Freizeit- und Sportgelände am Sandfang eingestellt, um langfristig das aktuelle TSV‑Sportgelände am Festplatz städtebaulich neu gestalten zu können. Das neue Gelände am Sandfang würde Dank allwettertauglicher Plätze besonders den Fußballvereinen aus Kirchhain bessere Trainingsbedingungen bieten.
Noch in diesem Jahr soll die Stadtverordnetenversammlung auf Basis konkreter Zahlen entscheiden, ob die Projekte „Sanierung Freibad“ und/oder „Sportgelände am Sandfang“ für weitere Förderverfahren des Programms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ angemeldet werden.
Neue Räumlichkeiten für die Stadtverwaltung
Kurzfristig sollen die Fachbereiche Finanzen sowie Familie und Soziales in barrierefreie Räume im ehemaligen Schokoladenlager umziehen. Langfristig wird geprüft, alle Arbeitsplätze der Stadtverwaltung im energetisch sanierten Gebäude „Borngasse 8“ der VR Bank zu bündeln. Zudem unterstützt die Stadt die Pläne der VR Verbund-Bank, direkt neben dem Bahnhofein neues Service‑Center mit zusätzlichen Büro- und Dienstleistungsräumen zu errichten. Dazu wollen beide Partner einen sogenannten Letter of Intend (LOI) unterschreiben.
Verwendung der Mittel aus der Soforthilfe des Landes Hessen
- Rund 522.000 Euro Soforthilfe für zehn Maßnahmen mit Stimmenmehrheit verplant, darunter als größte Einzelposten
- 90.000 Euro für die Verbesserung der Klimatisierung im Bürgerhaus Kirchhain
- 90.000 Euro für die Digitalisierung von Akten im Vorfeld der Einführung eines Dokumenten Management Systems
- 80.000 Euro für zusätzliche Mittel zur Straßenreparatur und -unterhaltung
- 77.000 Euro Planungskosten für ein potentielles Freizeit- und Sportgelände am Sandfang
Unterstützung der Stadt für private Bauleitplanverfahren
- Schaffung von Wohnraum durch Bebauung des ehemaligen Geländes der Firma Geißler im Bereich „An der Wohra“ in Kirchhain.
- Abschluss eines städtebaulichen Vertrages für ein Sondergebiet „Ökokiste“ im Stadtteil Großseelheim
Förderantrag 2026 für das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“
- Antrag auf Umwidmung von bereits Fördermitteln für
- Klimagerechte Umgestaltung des Parkplatzes am Hexenturm (755.000 Euro)
- Klimagerechte Umgestaltung des Parkplatzes in der Römerstraße (760.000 Euro)
- Fördergebietsmanagement für weitere fünf Jahre (300.000 Euro)
Weitere Verbesserung des örtlichen Brandschutzes
- Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln in Höhe von 160.000 Euro aus dem allgemeinen Ansatz für Löschwasserversorgung für den Bau einer zusätzlichen Löschwasserzisterne im Marburger Ring in Großseelheim.
Solidarität mit den Helferinnen und Helfern der „Blaulichtfamilie“
- Sichtbare Verbundenheit mit den zahlreichen (ehrenamtlichen) Einsatzkräften bei den Rettungsorganisationen, der Feuerwehr und der Polizei.
- Magistrat wird gestattet, über Anträge zum Anbringen von blau-rot-weißen Schleifen an den Ortseingängen zu entscheiden.


