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28.02.2025

Jahresempfang der Stadt 2025

Teil 1 -

Ehrungen und die Regionale Vielfalt standen im Mittelpunkt

Rund 250 Besucherinnen und Besucher konnten Bürgermeister Olaf Hausmann und Stadtverordnetenvorsteherin Helga Sitt im Bürgerhaus begrüßen. In diesem Jahr stand der Jahresempfang der Stadt Kirchhain unter dem Motto „Regionale Vielfalt - Vom Feld auf den Tisch“.

Ein Bericht über die Talkrunde zum Thema, die von Ruth Firsching vom Bosshammersch Hof aus Großseelheim moderiert wurde, folgt in der nächsten Ausgabe des Kirchhainer Anzeigers.

Auch in diesem Jahr fanden wieder einige Ehrungen statt, die von Bürgermeister Olaf Hausmann und Stadtverordnetenvorsteherin Helga Sitt vorgenommen wurden.

Die Ehrungen im Einzelnen

Ausbildung & Beruf

Die IHK Kassel-Marburg hat die besten Absolventen des Prüfungsjahrgangs Sommer 2024 geehrt. Im Altkreis Marburg haben 17 Auszubildende aus verschiedenen IHK-Ausbildungsberufen ihre Prüfung mit der Note „sehr gut“ bestanden. Zu den Besten gehören auch Maria Fischer (Biologielaborantin Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH) und Vincent Pfeiffer (Biologielaborant, CSL Behring GmbH) aus Kirchhain.

Das Geschäft Augenoptik Kempe wurde bereits zum 4. Mal unter die TOP 100 der Optiker in Deutschland gewählt. Frank Armbruster und sein Team müssen für die Auszeichnung laut BGW-Institut auf dem Gebiet der Kundenorientierung überzeugen und ein stimmiges Konzept zum Nutzen der Kunden vorweisen

Mit dem Preis „Interkulturelle Vielfalt LEBEN“ wurde der Betrieb Bosshammersch Hof/Ökokiste mit den Geschäftsführerinnen Ruth Firsching & Marie Luise Kohl ausgezeichnet. Das Gütesiegel betont die Bedeutung einer wertschätzenden, solidarischen und fairen Zusammenarbeit und zeigt, wie kulturelle Vielfalt zum gemeinsamen Erfolg beiträgt. Die Verleihung des Gütesiegels wurde durch den Landkreis und die Stadt Marburg initiiert.

Das Autohaus Funke mit i seinen Inhabern Andrea und Ralf Funke konnte im vergangenen Jahr ebenso auf ein 100jähriges Geschäftsjubiläum zurückblicken wie das Café Noll mit den Eheleuten Achim und Elke Noll sowie Sohn Robert Noll.

Das Autohaus Funke hatte seinen Standort zunächst in Marburg; seit 1992 hat es seinen Sitz in Kirchhain, wo sich der Betrieb ständig weiterentwickelte.

Das Café Noll ist eine Institution in Kirchhain und wurde 1924 von Willy Noll gegründet.

Besondere Auszeichnungen

Die Unternehmerin Angelika Aschenbrenner wurde von der Oskar-Patzelt-Stiftung für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie hat den Sonderpreis erhalten, weil sie eine engagierte, kämpferische und nie verzagende Unternehmerin und Netzwerkerin ist.

Ebenfalls geehrt wurde der Kirchhainer Ehrenbürger Klaus Weber, der in 2024 vom Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem Kreislöwen, der höchsten Auszeichnung des Landkreises, für seine rund 50jährige politische Tätigkeit geehrt wurde.

Auch Erich Lindner, der im vergangenen Jahr für sein Engagement bei der Marburger Tafel mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet wurde, zählte zu den zu Ehrenden.

Tobias Schreiber, Mitarbeiter im Kirchhainer Altenhilfezentrum Haus Elisabeth, galt der Dank für seine Zugewandtheit an den Menschen, die über das erwartbare Maß deutlich hinausgeht. Dafür erhielt er 2024 den „Empathie-Award Pflege“.

Chaker Bahsas, Mitarbeiter einer Tankstelle in Kirchhain, wurde für seinen besonderen Mut geehrt. Im Mai 2024 stand ihm plötzlich ein maskierter Mann mit einem Messer in der Hand gegenüber. Bei einem Handgemenge entriss er ihm das Messer, erlitt Schnittwunden an der Hand und der Täter floh. Am nächsten Tag erkannte Bahsas den Mann wieder und hielt ihn gemeinsam mit einem Kollegen fest bis die Polizei kam.

Das Ehepaar Natascha und Jan Kornemann hat viel Mut erwiesen, als sie die Alte Schule in Schönbach kauften. Das Einzelkulturdenkmal aus dem Jahr 1821 haben sie in den vergangenen Monaten mit viel Eigeninitiative, Engagement und Liebe umgebaut und saniert.

Bereits zum 100. Mal spendete Ludger Pitz im vergangenen Jahr Blut. Für den Kleinseelheimer eine Selbstverständlichkeit, mit der er nach eigener Aussage ohne großen Aufwand anderen Menschen helfen kann.

Spenden & Ehrenamt

Der Jugendclub Anzefahr mit Patrick Pfeffer, Lennard Weil und Hendrik Biecker hat im vergangenen Jahr mit einer Spende über 1.500 Euro, die sie im Rahmen der Durchführung des Nachtorientierungsmarsch in Anzefahr eingesammelt haben, die Löwenmutkids vom Verein „Leben mit Krebs in Marburg“ unterstützt.

Ebenfalls gespendet hat das „Team Bernstein“, u.a. mit Dr. Irene Bernstein, Dieter Jakob, Dirk Behnke. Die Erlöse vom Verkauf beim Großseelheimer Adventsmarkt unter Beteiligung des Praxisteams, der Familie und Freunden wurde in den letzten vier Jahren verschiedenen Einrichtungen gespendet. In 2024 ging der Erlös vom Verkauf von 1.200 Bratwürsten und jeder Menge Winzerglühwein an das Tierheim Marburg (1.000 Euro) sowie die Heilpädagogische Gemeinschaft Kirchhain (1.500 Euro)

Besonderes ehrenamtliches Engagement haben die Großseelheimer bei der Pflasterung des Kita-Parkplatzes gezeigt. Das Team rund um Sebastian Ludwig, Andreas Schaub, Gerhard Nau, Heiner Reinhardt und Harald Herbener, Jochen Schröder, Ortsvorsteher Helmut Hofmann haben ca. 350 qm befahrbare Fläche sowie 350 qm Fläche mit Parkfeldern gepflastert. Dabei haben sie über 500 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Mit der Wiederbelebung der Bücherkiste Großseelheim haben Kinder und Erwachsene wieder eine Anlaufstelle. Andrea Heise, der „Motor“ der Großseelheimer Bücherei steckt viel Herzblut in die Arbeit und hat in den letzten Jahren das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt.

Bürgermeister ruft zur Stärkung des Ehrenamtes auf

Dass es auf das ehrenamtliche Engagement, das freiwillige persönliche Einsetzen für das Gemeinwohl in Zukunft mehr und mehr ankommen wird, machte Bürgermeister Hausmann in seiner Rede deutlich. „Wir werden die Zukunftsaufgaben nur dann bewältigen können, wenn sich alle einbringen. Die staatlichen Institutionen können die immer größer werdenden Wünsche und die aus meiner Sicht oftmals übertriebenen Erwartungshaltungen nicht erfüllen. Damit überfordern wir uns selbst“, so Hausmann. Er rief die Menschen dazu auf, sich zu engagieren, und zwar mit Zeit und Einsatz, mit Arbeitskraft, Hilfe sowie Unterstützung und vielleicht auch mit finanziellen Mitteln, wenn es an die Umsetzung großer und kleiner Allgemeinwohlprojekte geht, die sonst möglicherweise auf der Strecke bleiben könnten oder von Schließung bedroht sind.

Sein Appell: „Packen sie mit an – und was möglicherweise genauso wichtig ist: Motivieren sie ihre Nachbarn, ihren Freundeskreis, ihre Kolleginnen und Kollegen es ihnen gleich zu tun. Denn ehrenamtliches Wirken macht Freude und bringt Befriedigung. Man geht mit einem guten Gefühl nach Hause, man sieht was man geschafft hat, wo oder wem man geholfen hat“!

Gleichzeitig mit seinem Appell dankte Hausmann auch all denen, die sich bereits ehrenamtlich engagieren.

Foto: Stadt Kirchhain

Bildunterschriften: Ein gutes Beispiel für ehrenamtliches Engagement: Die Großseelheimer Sternschnuppen unterstützten jährlich die Stadt bei der Durchführung des Empfangs

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