Sprungziele
Seiteninhalt
05.11.2026

Große Wiedersehensfreude und herzliches Willkommen bei unseren Freunden aus der Partnerstadt Viti

Der letzte Besuch einer Delegation aus Viti liegt gar nicht solange zurück. Im März konnten wir in Kirchhain eine Delegation im Rahmen des gemeinsamen Forschungsprojektes – Nutzung/Recycling von Bio-Abfällen - der beiden Universitäten Gießen und Pristina begrüßen. Mit dem Gegenbesuch in Viti/Kosovo sollten die Ergebnisse des Workshops weiter ausgearbeitet, aber auch Kooperationsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene besprochen werden.

Nach dem herzlichen Empfang durch eine große Delegation der Stadtverwaltung Viti unter der Leitung von Bürgermeister Sokol Haliti wurde das intensive Arbeitsprogramm besprochen. Schnell wurde deutlich, dass neben dem Nachhaltigkeitsprojekt/Abfallprojekt der Universitäten von Pristina und der JLU Gießen insbesondere eine wirtschaftliche Zusammenarbeit gewünscht wird. Dies wurde bei den Besuchen in den Unternehmen Elektro Stubella einem Hersteller für Elektro-Installationsmaterial, Vinex einem lokalen Hersteller für Schrauben und Gewinden ebenso deutlich wie bei Grasep einem erfolgreichen Hersteller und Vermarkter von Gemüse, der bereits an den einen oder anderen Großhändler in Deutschland liefert.

Besonders beeindruckend waren aber auch die persönlichen und sozialen Kontakte, so z.B. bei der Dorfgemeinschaft in Smira, einem Stadtteil von Viti, die beim gemütlichen Zusammensein im komplett in Eigenleistung hergestellten Dorfgemeinschaftshaus ihre Gastfreundschaft unter Beweis stellten. Oder auch der Besuch in der Mittelschule in Pozhoran, die bei der Diskussion rund um das Thema Nachhaltigkeit wertvolle Impulse zum Thema ökologisches Klassenzimmer und Nutzung von Sonnenenergie durch Ausbildung von Solarteuren gaben. Ein Austausch mit der Alfred-Wegener Schule und den Beruflichen Schulen in Kirchhain könnte sicherlich die Städtepartnerschaft weiter stärken.

Neben der Kooperation auf der wirtschaftlichen Seite ergeben sich möglicherweise noch Optionen bei der Einwerbung von weiteren EU Fördermitteln für die Entwicklung der Region.

Und das viele Kosovaren auch in Kirchhain zu Hause sind, zeigte sich auf dem Hinflug nach Pristina. Denn im gleichen Flieger reiste eine Kirchhainer Familie zum Besuch in die alte Heimat. Der Kosovo - mit rund 1,7 Millionen Einwohnern und einer Fläche, die ungefähr halb so groß wie unser Bundesland Hessen ist - erfährt auch breite Unterstützung von den vielen Kosovaren, die inzwischen in der Schweiz, Österreich und Deutschland leben und tätig sind.

Ein rundum spannender, intensiver und herzlicher Austausch, der sicherlich auch in Zukunft im Bereich Sport, Kultur, Schule und Wirtschaft weiter ausgebaut werden kann. Freuen wir uns auf das nächste Treffen im Rahmen unseres Stadtjubiläums im nächsten Jahr.

Foto: Stadt Kirchhain

Seite zurück Nach oben