Projekt in 2013
Neben den mehrjährigen Blütenflächen und den Zwiebelpflanzungen, die in der Pflege sehr reduziert sind, sind die einjährigen Blühflächen ein regelmäßiger Arbeitsaufwand. Die Kapazitäten des städtischen Bauhofs waren erreicht und es sollten keine weiteren einjährigen Blühflächen errichtet werden. Für die mehrjährigen Blühflächen stand kein Gerät für die Mahd und Aufnahme des Schnittgutes zur Verfügung. Somit wurde überlegt, weitere arbeitsextensive Gestaltungsmöglichkeiten auszuprobieren. Ziel war es, die jährlichen Kosten für die Anlegung der Flächen zu senken und den Arbeitsaufwand im Bereich der Pflege zu minimieren. Auch sollten die Flächen ohne zusätzliche Wassergaben auskommen können.
Somit wurde das erste Staudenbeet in einem Fahrbahnteiler angelegt, mit dem Grundgedanken, dass die Fläche im Sommer und Winter von den Stauden ganz bedeckt ist. Die Steinabdeckung wäre nur nach Rückschnitt der Stauden im Frühjahr zu sehen.
Im Bestand war die Fläche mit Bodendeckern besetzt. Diese war lückenhaft und fehlte in großen Bereichen ganz. Die Beikräuter gediehen auf diesen offenen Stellen sehr gut. Als vorbereitende Maßnahme wurde die Erde in einer Stärke von 12 cm entnommen. Die ausgewählten Stauden und Gräser wurden auf die unkrautfreie Erde gestellt. Die Zwischenräume wurden mit Splitt 8/32 in einer Stärke von 10 cm aufgefüllt. Es kam kein Vlies zum Einsatz, denn dies würde die Ausbreitung der Stauden in der Fläche verhindern. In der Fläche standen zwei Buchsbäume. Diese wurden erhalten und in die neue Gestaltung integriert.
Insekten und Bienen waren schnell auf der Fläche zu beobachten; das Ziel - Nahrung anzubieten - hatte Erfolg. Ein Nebeneffekt war, dass die Vermüllung der Fläche sichtbar abnahm.


