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Projekt in 2009

Fazit von 2008: Das Projekt kam sehr positiv bei der Bevölkerung an. Die bunten Blühflächen fielen von Weitem auf, wodurch sie Aufmerksamkeit auf sich zogen. Mit dem Erfolg, dass sich auch viele andere Städte und Gemeinden informierten und in Teilbereichen kopierten bzw. umsetzten.

Maßnahmen und Veranstaltungen in 2009

Ansaaten

In 2009 wurden die drei Flächen von 2008 um insgesamt fünf Flächen erweitert.

Erstmals lag eine der Flächen auf privatem Grund. Eine gewerbetreibende Firma hatte sie in der Frankfurter Straße zur Verfügung gestellt.

Beim Hallenbad wurden zwei Flächen mit heimischer Samenmischung hergerichtet, zum einen „Wiesentraum“ und zum anderen „Kirchhainer Bienengarten“. Entlang des Skulpturenpfads wurde im Frühjahr 2009 in Wegeseitengräben „Blühender Wegeseitengraben“ ausgebracht.

Pflege im Außenbereich

Zur Erleichterung der Verbreitung von Insekten und Wildbienen hat die Stadt Kirchhain die Schnittmaßnahmen an Feldwegerändern auf ein Minimum reduziert.

Es wird zweimal im Jahr an Radwegen und entlang von Wohngebäuden im Außenbereich - und einmal im Jahr die Wege zu den Grillhütten geschnitten. Hierbei wird nur die Bankette geschnitten. Die Flächen zwischen Bäumen bleiben zum Schutz und als Nahrungsquelle für Wildbienen, Insekten und Kleintiere erhalten.

Die in der Vergangenheit oft durchgeführten „Schönheits(schnitt)maßnahmen“ entfielen in 2009 erstmals – zum Wohl der Tiere.

Aktionen

Bei der Burgwaldmesse im September 2009 der Region Burgwald-Ederbergland e. V. in Wetter war auch die Stadt Kirchhain mit einem Stand vertreten. In diesem Jahr lautete das Motto „Kirchhain blüht“ und „Bienen“.

Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Samenmischung, die durch den städtischen Bauhof ausgesät wurde.

Sicherlich wird in Zukunft auch im Bereich der Region Burgwald eine „Kirchhainer Blumenwiese“ zu finden sein.

Unterstützt wurde die Stadt auf ihrem Stand durch Mitglieder des Imkervereins Kirchhain und Umgebung e.V. Die aufgestellte Bienenwabe fand - vor allem bei den kleinen Besucherinnen und Besuchern - großen Anklang.          

Im Spätsommer wurde ein Antrag zur Nutzung von Flächen an das Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) gestellt. Durch die Genehmigung seitens des ASV konnten die zwei Fahrbahnteiler an der B62 Abfahrt Kirchhain Ost (zum Gewerbegebiet) umgebrochen und mit mehrjährigen Blumensamen ausgesät werden.

In Richtung Stadtallendorf konnte, Dank der Genehmigung durch das ASV, an der Böschung Samen aufgebracht werden. Ziel ist es, durch die Aussaat von Blumensamen die Verbreitung der Sorten im Außenbereich zu fördern. Hierzu wurden eigens gemischte Samenmischungen von "Appels wilde Samen" verwendet. Auch an der Ampelanlage bei Hof Netz wurde eine städtische Fläche in oben beschriebener Weise bearbeitet und eine Fläche als Blumenwiese angelegt.

Nass-Ansaat

Durch die Zusammenarbeit mit dem Kieswerk Herrmann konnte der frisch aufgeschüttete Erddamm an der neuen Auskiesungsfläche, vor der Abfahrt B 62, Kirchhain West, von Marburg kommend, eingesät werden.

Hier kam, auf Grund der steilen Böschung, ein besonderes Verfahren zum Einsatz, die Hydroansaat. Hierzu wird die Samenmischung mit Dünger, Kleber, Zellulose u. a. Komponenten vermischt und auf die Fläche aufgespritzt.

Nach Beendigung der Auskiesung wurden die Aufschüttungen zurückgebaut.

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