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Erholungsgebiet Stadtwald Kirchhain

Viele Einwohnerinnen und Einwohner kennen die Wälder in ihrer unmittelbaren Umgebung und nutzen sie gerne zur Erholung und für sportliche Aktivitäten. Wandern, Joggen, Nordic Walking, Ruhe genießen oder den Stimmen des Waldes zuhören, tragen zur Regeneration vom arbeitsreichen Arbeitsleben bei.
Das Bundeswaldgesetz greift diese besondere Bedeutung des Waldes auf und gestattet ausdrücklich das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung, wobei die Benutzung grundsätzlich auf eigene Gefahr geschieht. Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten sind ebenfalls gestattet - allerdings nur auf Straßen und Wegen, u a. wegen des Wildes.

Der Wald hat zusätzlich zum Erholungsangebot weitere wichtige und bedeutende Funktionen. Anzusprechen sind hier u.a. die Erhaltung der dauernden Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, der Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit und nicht zuletzt sein wirtschaftlicher Nutzen (Holzproduktionsfunktion).

Es gibt also viele und gute Gründe, den Wald zu schützen, zu erhalten und durch nachhaltige Bewirtschaftung zu sichern.

Leider hat sich gerade in den letzten Jahren der Waldzustand dramatisch verschlechtert und auch der Stadtwald Kirchhain ist entsprechend betroffen. Windwürfe und Hitzeperioden ohne Niederschläge haben zu Dürreschäden und verstärktem Borkenkäferbefall geführt. Die Klimaveränderungen sind auch im Stadtwald Kirchhain angekommen und auch Grundwasserabsenkungen dürfen nicht vergessen werden.

Es sind alle heimischen Baumarten betroffen, besonders leiden jedoch Fichte und Buche unter verschiedenen Borkenkäferarten. Die Kiefer wird von einem Pilz befallen und die Eichen schwächeln wg. Komplexkrank-heiten (Dürre, verschiedene Insektenarten und Klimaveränderung).

Der Stadtwald mit einer Gesamtfläche von über 350 ha verteilt sich im Wesentlichen auf die Gemarkungen Betziesdorf (ca. 57 ha), Burgholz (ca. 150 ha), Emsdorf (ca. 67 ha), Kirchhain (ca. 23 ha) und Sindersfeld (ca. 49 ha).

Die im Stadtwald vertretenen Hauptbaumarten stehen in Mischung mit-einander auf der gesamten Fläche, sie kommen in folgenden prozentualen Anteilen vor: 31 % Buche, 29 % Eiche, 23 % Kiefer, 17 % Fichte.

Die fachliche Betreuung des Stadtwaldes Kirchhain erfolgt im Rahmen der sogenannten Beförsterung durch HessenForst, vertreten durch das Forstamt Kirchhain.

Gemeinsam mit ihrem „Forstamt Kirchhain“ vor Ort wird und muss die Stadt Kirchhain die Wiederaufforstung soweit wie möglich intensivieren. So soll z.B. die Douglasie auf deutlichen Flächenanteilen langfristig die Fichte und die Kiefer ablösen. Aber auch andere Baumarten, die den sich weiter wandelnden klimatischen Verhältnissen besser gewachsen sind, werden sich künftig in unseren heimischen Wäldern wiederfinden.

Neben seiner Erholungsfunktion hat der Stadtwald Kirchhain wie bereits erwähnt u.a. auch eine  Holzproduktionsfunktion. In den letzten Jahren konnte die Stadt Kirchhain durchaus Erträge aus der Holzvermarktung erzielen. Es zeichnet sich aber ab, dass künftig regelmäßige Einnahmen aus dem Verkauf von Fichte fehlen und sich die von Buche und Kiefer reduzieren werden. Forstwirtschaft ist jedoch kein kurzfristiges Geschäft sondern ein Vertrag über Generationen.

Die Stadt Kirchhain stellt sich gerne und verantwortungsvoll der Aufgabe bzw. der Herausforderung, auch für zukünftige Generationen gesunde und nachhaltig bewirtschaftete Waldflächen zu entwickeln bzw. vorzuhalten

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