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Monument Jüdischer Friedhof

Versteigerung eines Eintrachttrikots zur Finanzierung - Verantwortliche aus Frankfurt unterstützen das Projekt am Jüdischen Friedhof

Höchstgeboet 18.05.2021 = 501 Euro!

Vor wenigen Tagen wurde das Monument am Jüdischen Friedhof aufgebaut. Das gemeinsame Projekt der Stadt Kirchhain und des Heimat- und Geschichtsvereins Kirchhain e.V. wird im Wesentlichen durch Spenden und Zuschüsse finanziert.
Die Spenderliste ist lang und reicht von Privatpersonen über Vereine, Firmen, Banken, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf bis hin zu Nachfahren ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger. Und auch die Kirchhainer Firmen Geißler Infra und die Eufinger Gbr unterstützen das Projekt.

„Ich freue mich, dass so viele Menschen, Firmen und Institutionen unser Projekt unterstützen und bedanke mich auf diesem Weg bei allen Spenderinnen und Spendern“, so der Dank von Bürgermeister Olaf Hausmann.

Eintracht Frankfurt möchte helfen!

Auch die Frankfurter Eintracht, die für ihr Engagement gegen rechte Gewalt bekannt ist, wurde wegen einer finanziellen Unterstützung angefragt. Zunächst teilten die Verantwortlichen mit, dass der Fokus der Eintracht u.a. bei der Verlegung von Stolpersteinen liegt und hier „ganz klar auf ehemalige Vereinsmitglieder bzw. Frankfurt“, so dass eine finanzielle Unterstützung nicht möglich sei. Nach nochmaligem Nachhaken und der Deutlichmachung der Einzigartigkeit des Projektes teilten die Verantwortlichen dann doch mit, dass sie das tolle Engagement unterstützen möchten. Sie haben ein von den Spielern der Eintracht signiertes Mannschaftstrikot zur Generierung von Spendengeldern zur Verfügung gestellt. Dies ist sicherlich eine ziemliche einmalige Aktion, die die Eintracht AG gemeinsam mit dem Geschichtsverein und der Stadt hier durchführt.

„Wir hoffen, dass wir mit dieser Versteigerungsaktion noch einmal eine schöne Spendensumme zusammenbekommen, die das für uns so wichtige Projekt der Erinnerungskultur unterstützt“, erklärt die Vorsitzende des Vereins Kerstin Ebert.

Und so funktioniert’s

In der Zeit vom 16. bis einschließlich 31. Mai (24.00 Uhr) können Interessierte ihr Gebot schicken. Eine Teilnahme ist wie folgt möglich:

• Per Mail an: kontakt@geschichtsverein-kirchhain.de
• Per Postkarte/Brief an: Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain, Postfach 1266, 35268 Kirchhain oder Stadt Kirchhain, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit, Am Markt 1, 35274 Kirchhain
• Über die Facebookseiten des Vereins sowie der Stadt Kirchhain

Eine telefonische Angebotsabgabe ist nicht möglich.

Das Mindestangebot liegt bei 150 Euro. Dies ist aus Sicht der Verantwortlichen ein angemessener Betrag, da es sich um ein wichtiges Projekt mit überregionalem Charakter handelt.

Bitte bei der Angebotsabgabe nicht vergessen, Namen, Anschrift und Rufnummer zu vermerken. Wir werden über die Internetseiten der Stadt (www.kirchhain.de) sowie des Vereins (www.geschichtsverein-kirchhain.de) sowie über die Facebookseiten über das jeweilige Höchstgebot informieren.

Bitte beachten Sie: Bei mehreren identischen Höchstgeboten entscheidet das Los.

Am 01. Juni wird der Höchstbietende über seinen Gewinn informiert und auch entsprechend öffentlich bekanntgeben. Sollte eine namentliche Veröffentlichung nicht gewünscht sein, muss dies bei der Angebotsabgabe entsprechend vermerkt werden.

Das Monument – ein kleiner Abriss zur Entstehung

Der Stadt wurden vor einiger Zeit sechs Fragmente der geschändeten und später teilweise abgerissenen Synagoge überlassen. Diese sollen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hierfür wurde ein Kunstwettbewerb ausgelobt. Den 1. Platz belegte der Würzburger Künstler Matthias Braun mit dem „Monument „ARCHIV“, das eine Art „Lebendiges Outdoor-Archiv“ darstellen soll. In dem Monument ist eine Ausstellung der Sandsteinfragmente der Synagoge fester Bestandteil. Darüber hinaus sollen Beschreibungen von historischen Relikten und Informationen zur jüdischen Geschichte, Porträts, Exponate Bestandteil des Monumentes sein.
Die Exponate, Texte pp. sollen als Wechselausstellung erfolgen.

Die Gesamtkosten des Monumentes belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt in erster Linie über Spendengelder und Fördermittel.

Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und der Holocaust rücken zeitlich in immer weitere Ferne. Das ihnen zugrunde liegende Gedankengut aus Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass tritt aber auch heute noch immer wieder offen zutage. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten wachzuhalten und sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen.

„Wir sind uns sicher, dass wir mit der Umsetzung dieses Projektes einen wichtigen Beitrag leisten, um in Kirchhain einen Erinnerungsort zu schaffen, der die Besucherinnen und Besucher informiert und gleichzeitig für das Thema sensibilisiert. Und zwar über die Stadtgrenzen Kirchhains hinaus.“, so die einhellige Feststellung von Kerstin Ebert und Olaf Hausmann.

Wer nicht mitsteigern, aber für das Projekt spenden möchte kann dies gerne tun: Gespendet werden kann auf das Konto des Heimat- und Geschichtsvereins (DE94 5335 0000 1055 3999 87).
Spendenbescheinigungen können selbstverständlich ausgestellt werden. Hierfür bei der Überweisung die notwendigen Kontaktdaten angeben.

Fotos: Stadt Kirchhain/HGV Kirchhain

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