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Tipps für Schulanfänger

Soll ich mit meinem Kind jetzt schon Rechnen üben?

Antwort:

Ja, wenn es sich dafür interessiert!

 

Begründung:

Auch für das Rechnen gilt: Der natürliche Entdeckungsdrang Ihres Kindes hilft ihm beim Lernen.

Deshalb dürfen wir ihn nicht bremsen. Wenn ihr Kind also von sich aus gerne rechnen möchte und Sie dabei um Unterstützung bittet, helfen Sie ihm. Aber bitte meinen Sie nicht, dass Sie mit ihrem Kind das Rechnen üben sollten. Es geht darum, seine mathematischen Fähigkeiten zu fördern, ohne dass dabei Rechenaufgaben gelöst werden müssen.

Wie? Das Zählen können Sie im täglichen Leben spielerisch mit einbeziehen zum Beispiel:

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„Wie viele Teller müssen wir auf den Tisch stellen?

Wie viele Gummibärchen bekommt jedes Kind?“

Auch in Abzählreimen, Fingerspielen und Liedern sowie in Gesellschaftsspielen (zum Beispiel Domino, Würfel- und Kartenspiele) muss häufig gezählt werden.

 

Das Erfassen geometrischer Formen ist ein ganz wichtiger Bereich der Mathematik, Schon sehr kleine Kinder versuchen sich daran, dreieckige, runde viereckige Bausteine durch die richtige Öffnung zu stecken. Sie bauchen mit Würfeln, Säulen, Pyramiden, Quadern und anderen Formen Türme und Häuser und vieles mehr. Durch Benutzung der genauen geometrischen Begriffe wird ein Kind ganz besonders gefördert.

 

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Mathematik findet sich überall im täglichen Leben. Zum Beispiel beim Einkaufen, beim Umgang mit Geld, beim Ablesen der Uhr, beim Abwiegen in der Küche, beim Wiegen des Körpergewichts, beim Messen der Größen… Beziehen Sie ihr Kind dabei immer mit ein, lassen Sie es beispielsweise Geldstücke aussuchen, im Supermarkt eine Bestimmte Packungsanzahl in den Wagen legen. So begreift es, dass Mathematik im Alltag bedeutsam und wichtig ist.


Quelle: Bald in die Schule Ein Ratgeber Für die Eltern von Vorschulkindern Erstellt von der Vorschul-Kinderzeitschrift FLOHKISTchen und dem Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV

Mein Kind muss jetzt jeden Morgen pünktlich sein, wie erreichen wir das?

Antwort:

Eltern müssen Abends Grenzen setzen!

 

Begründung:

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Kinder brauchen einen geregelten Tagesablauf. Dazu gehört es eben, dass Eltern „Nein!“ sagen können. Nein, wenn es darum geht, abends noch fernzusehen, aber auch Nein, wenn es morgen länger im Bett bleiben will.

 

Kinder brauchen ausreichend Schlaf. Für ein Vorschul- und Schulkind sind das zehn Stunden. Ihr Kind sollte jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett gehen. Am besten mit einer Vorlesegeschichte. Fernsehen vor dem Zubettgehen würde es nur unnötige belasten. Gleiches gilt für Computerspiele. Aber tagsüber gibt es natürlich empfehlenswerte Fernsehsendungen, ebenso Computerspiele. Immer sin die Auswahl, die Dosis und auch der Zeitpunkt entscheidend. Keinesfalls sollten Vorschulkinder und Schulkinder mehr als eine halbe Stunde am Tag fernsehen.

 

Achten Sie darauf, dass Ihr Kind Ruhe frühstücken kann. Tun Sie das möglichst gemeinsam. Geben Sie auf jeden Fall eine Brotzeit mit, denn der Hunger kommt ganz bestimmt.

Quelle: Bald in die Schule Ein Ratgeber Für die Eltern von Vorschulkindern Erstellt von der Vorschul-Kinderzeitschrift FLOHKISTchen und dem Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV

Kind versucht schon zu lesen. Soll ich es bremsen oder ermuntern?

Antwort:

Motivieren sie Ihr Kind dazu bei jeder Gelegenheit, die sich bietet!

 

Begründung:

Beantworten Sie ihm seine Fragen, aber erteilen Sie ihm keinen „Leseunterricht“! Wenn Ihr Kind beispielsweise wissen möchte, wie ein bestimmter Buchstabe heißt, dann sagen Sie es ihm. Bennen Sie die Buchstaben aber nicht, wie wir Erwachsene das tun, sodern in ihrem Lautnamen, sonst könnte das Ihrem Kind Schwierigkeiten beim Lernen bereiten.

 

Zum Beispiel das Wort LAMA.

Es konnten keine Bilder gefunden werden.

Ein Erwachsener buchstabiert so:

„EL“       für          L

                                                                              „A“         für          A

                                                                              „EM“      für          M

                                                                              „A“         für          A.

 

Beim Zusammenlesen käme dabei „ELAEMA!“ heraus. Benutzen Sie stattdessen die Lautnamen „L“ statt „EL“ und „M“ statt „EM“, so ergibt sich beim Lesen das richtige Wort.

 

Auch wie das Zusammenlesen geht, können Sie Ihrem Kind zeigen. Aber wirklich nur, wenn es dabei will. Ihm die Lesetechnik zu vermitteln, ist Aufgabe der Schule. Die Lehrkräfte wissen, dass Schulanfänger mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in die erste Klasse kommen, und berücksichtigen das.

 

Wenn Ihr Kind jetzt noch kein Interesse für Buchstaben und das Lesen lernen aufbringt, können Sie sein Leseinteresse und seine Sprachentwicklung fördern. Lesen Sie ihm regelmäßig aus Kinderbüchern vor. Reden Sie mit ihm über das Gelesene.

Quelle: Bald in die Schule Ein Ratgeber Für die Eltern von Vorschulkindern Erstellt von der Vorschul-Kinderzeitschrift FLOHKISTchen und dem Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV

Was muss mein Kind unbedingt wissen, wenn es in die Schule kommt?

Antwort:

Nicht nur seinen Namen und seine Adresse!

Begründung:

Name, Adresse und Telefonnummer sollte ein Kind auswendig sagen können. Ebenso  sollte das Kind ein wenig zählen können. Zählen lässt sich jeden Tag zu Hause üben (zum Beispiel: „Hol mir bitte drei Äpfel aus dem Korb.“).

Wichtig ist auch, dass ihr Kind Farben benennen und auseinanderhalten kann. Es sollte schon lange vor dem ersten Schultag wissen, dass man, wenn die Fußgängerampel rot leuchtet, stehen muss, und bei grünem Licht gehen darf.

Noch etwas ist wichtig:

Ihr Kind sollte Verhaltensweisen kennen, die das Zusammenleben erleichtern: also Bitte und Danke sagen, grüßen, einem anderen die Türe nicht vor der Nase zufallen lassen und fremdes Eigentum, auch von Kindern, respektieren.

Zusammengefasst:

  • Dich trauen, Dich zu äußern
  • Zuhören
  • Die Farben kennen
  • Wissen, wo links und rechts ist
  • die Gefahren im Straßenverkehr erkennen
  • notfalls Hilfe holen können

Quelle: Bald in die Schule Ein Ratgeber Für die Eltern von Vorschulkindern Erstellt von der Vorschul-Kinderzeitschrift FLOHKISTchen und dem Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV

Welche Fähigkeiten setzt man bei einem Schulanfänger voraus?

Antwort:

Alles, was es bereits von ihnen und im Kindergarten gelernt hat!

 

Begründung:

Als Ihr Kind noch klein war, hat es erst lernen müssen, dass es nicht alles haben kann, was es gerade möchte. Verzichten müssen gehört zu den ersten Enttäuschungen, die ein Kind erlebt. Das sollte es auch in der Schule können. Denn neben vielen Erfolgserlebnissen wird ein Kind in der Schule mitunter auch Enttäuschungen erfahren. Die muss es aushalten können und ebenso, seine eigenen Wünsche manchmal zurückstellen.

 

Sie selbst kennen Ihr Kind am besten:

-          Kann es kleine Aufträge selbständig erledigen?

-          Hält es sich an die Regeln („Wenn wir etwas ausgemacht haben, dann gilt das.“)?

-          Nimmt es Rücksicht auf andere?

-          Kann es etwas abwarten, ohne ständig zu quengeln?

 

Wichtig ist natürlich auch:

-          Kann Ihr Kind sich so äußern, dass man versteht, was es meint?

-          Kann es eine kleine Begebenheit erzählen oder nacherzählen?

 

Nicht zuletzt ist seine Geschicklichkeit gefragt:

 

Wenn nun der eine oder andere Punkt noch etwas zu wünschen übrig lässt, dann ist das kein Grund zur Sorge, denn stete Übung führt zum Erfolg. Viele Dinge aus dem Alltäglichen Leben lassen sich spielerisch ganz leicht üben.

Wichtig ist, dass die geforderten Voraussetzungen in Ansätzen vorhanden sind.


Quelle: Bald in die Schule Ein Ratgeber Für die Eltern von VorschulkindernErstellt von der Vorschul-Kinderzeitschrift FLOHKISTchen und dem Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverband BLLV

Wie kommen ihre Kinder sicher zur Schule?

Hierzu einige Tipps, wie sie ihr Kind gut darauf vorbereiten können.

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Der Schulweg ist wichtig für das soziale Lernen eines Kindes. Hier werden mit Mitschülern Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft, Freundschaften geschlossen.

Wichtig, damit sich ihr Kind und Sie sicher fühlen ist:

-          Machen sie ihre Kinder auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam

-          Üben sie mit ihrem Kind den sicheren Schulweg!

Wählen sie dazu bitte den Weg so aus, dass es wenige Straßen überqueren muss und wenn dann nur an möglichst sicheren Stellen. Also an Fußgängerampeln oder Fußgängerüberwegen. Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste. Steht der Weg fest, den ihr Kind gehen soll, üben Sie diesen so oft wie möglich gemeinsam. Hierbei erklären sie ihrem Kind worauf es achten muss.

Dabei hilft eine kleine Regel, der Jugendverkehrspolizei:

Am Haltestein (Bordsteinkante)       Erst   -    S T E H E N

                                                           Dann  -  S E H E N   (ob kein Auto kommt)

Und dann erst  -  G E H E N 

Am Fußgängerüberweg gilt die gleiche Regel. Damit die Kinder von herannahenden Autos besser gesehen werden, strecken die Kinder ihren Arm nach oben. Erst wenn alle Räder stehen, gehen Sie los. Dabei immer wieder nach beiden Seiten schauen.

An der Fußgängerampel ist das rote Männchen das STEHMÄNNCHEN und das Grüne, das GEHMÄNNCHEN. Leuchtet das Gehmännchen auf, erst nochmal schauen und dann die Straße überqueren.

Wichtig: Niemals über die Straße rennen, und immer aufmerksam sein.

Wenn sich ihr Kind vor dem Schulweg fürchtet, dann begleiten sie es bitte in der ersten Zeit, bis es genug Sicherheit hat. Vielleicht kann man auch Laufgemeinschaften bilden.

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