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Maßnahmen zur kurzfristigen Energieeinsparung auch in den Liegenschaften der Stadt Kirchhain

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges haben erhebliche Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit mit Energie, aktuell vor allem Gas sowie gegebenenfalls auch Strom. Hiervon betroffen ist auch die Stadt Kirchhain, sowohl als Verbraucher, jedoch auch in ihrer Vorbildwirkung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 23.06.2022 die Alarmstufe des Notfallplans für Gas in Deutschland ausgerufen. Derzeit wird kein oder kaum Gas aus Russland durch die Pipeline „Nord Stream 1“ nach Deutschland geliefert. Es besteht die Gefahr, dass die Gasspeicher in Deutschland nicht ausreichend gefüllt werden, um die Versorgung von Unternehmen, privaten Verbrauchern und der öffentlichen Hand sicher-zustellen. Zudem muss man sich auf deutlich steigende Preise für Strom und Wärme einstellen.

Alle sind aufgefordert mindestens 20% des Energieverbrauchs zu reduzieren, um eine Versorgungssicherheit in den Wintermonaten zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Kirchhain einen Maßnahmenkatalog entwickelt, um Energie deutlich einzusparen; dies nicht nur als Verwaltung der Stadt, sondern als Gesellschaft. Hier beispielhaft einige kurzfristige Maßnahmen.

Absenkung der Raumtemperaturen
Die Raumtemperaturen der Büroräume werden zu Nutzungszeiten einheitlich auf das zulässige Maß nach den aktuellen Arbeitsstättenrichtlinien abgesenkt, d.h. auf 19 C°.

Die Raumtemperaturen in den städtischen Liegenschaften, wie Feuerwehrgerätehäuser, Dorfgemeinschaftshäuser und Jugendclubs sind zu nicht Nutzungszeiten auf Frostsicherung zu reduzieren.

Die Raumtemperaturen für Kindertageseinrichtungen werden nach den gesetzlichen Vorgaben geregelt. Hiernach beträgt die gesunde und zuträgliche Raumtemperatur für Kinder folgende Richtwerte:
• allgemeiner Richtwert: 20 Grad Celsius
• ideal für Kleinkinder: 21 bis 22 Grad Celsius
• in Waschräumen: 24 Grad Celsius
• in Schlafräumen: 18 Grad Celsius
Natürlich ist die Stadt als Träger der Kindertagesstätten verpflichtet, die Sicherheit und Gesundheit der Kinder und Beschäftigten während des Aufenthaltes in der Kita zu gewährleisten und wird dies auch tun.

Auch für weitere städtische Gebäude wurden bestimmte Energiesparmaßnamen durchgeführt bzw. Raumtemperaturen festgelegt.

LED-Beleuchtung
Mit der Umstellung auf die LED Beleuchtung konnten die Energiekosten deutlich gesenkt werden, die durch die zusätzlich aufgestellten Beleuchtungen aber nahezu wieder „aufgefressen“ wurden. Daher wird auf die Aufstellung weiterer Beleuchtungskörper verzichtet, sofern nicht ein akuter Handlungsbedarf aus Verkehrssicherheitsgründen besteht.

Nachts gehen die Lichter aus
Der Magistrat hat beschlossen, dass in der Kernstadt und in den Stadtteilen die Beleuchtung nachts von 00.00 Uhr bis 05.00 Uhr komplett abgeschaltet wird.

Zudem ist die generelle Abschaltung nicht sicherheitsrelevanter Außenbeleuchtung umzusetzen. Die Geschäftsinhaber werden gebeten, die Beleuchtung ihrer Außenwerbung und Geschäftsauslagen zu reduzieren bzw. gänzlich abzuschalten. Hier verweist die Verwaltung auf die Verordnung des Bundes.

In den nächsten Wochen werden wir immer wieder über verschiedene Maßnahmen im Kirchhainer Anzeiger sowie auf unserer Internetseite berichten.

„Jede und jeder soll und muss einen Beitrag leisten, um Energie zu sparen und damit einer möglichen Notlage im Herbst und Winter vorzubeugen. Auch wir als Stadtverwaltung wollen unseren Beitrag leisten und gehen mit dem Maßnahmenpaket heute den ersten Schritt. Ich bitte die Kirchhainerinnen und Kirchhainer überall dort, wo es ihnen möglich ist, Energie einzusparen. Jeder Beitrag hilft“, so der Apell von Bürgermeister Olaf Hausmann.

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