Das Projekt

Zum Projekt-Flyer

Teilnehmer am Gemeinschaftsprojekt Kirchhain blüht

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Ortsgruppe Kirchhain
Sprecher: Dr. Ralph Büchler, Ingrid Dönges und Dorothea Schmidt

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
FG 26 Bieneninstitut
Erlenstraße 9
35264 Kirchhain
Ansprechpartner Herr Dr. Ralph Büchler
Fon.: 06422 / 94 06 - 0

Stadt Kirchhain
Am Markt 1
35274 Kirchhain
Ansprechpartnerin Frau Bonsa
Fon.: 06422 / 808 - 235

Beginn einer guten Zusammenarbeit

Das Bieneninstitut Kirchhain und die BUND Ortsgruppe Kirchhain kamen mit ihrem Anliegen mehr blühende Flächen als Nahrungsquellen für Insekten anzubieten, im Herbst 2007 auf die Stadt zu. Bürgermeister Jochen Kirchner war sofort von der Idee begeistert und sagte eine Zusammenarbeit in einem Gemeinschaftsprojekt zu.

Hintergrund sind die seit Jahren zurückgehenden blühenden Flächen in der Feldflur als auch in den Städten. (siehe auch www.bluehende-landschaften.de)

Auf den Feldern werden Pflanzen die nicht geerntet werden sollen stark zurückgedrängt. Ziel der Landwirte ist ein hoher Ertrag der ausgesäten Pflanzen. Vermehrt werden Wegeränder gemulcht. Hierdurch soll ein Eintrag von unerwünschten Pflanzen auf die Felder so niedrig wie möglich gehalten werden.
Zerstört werden dadurch allerdings Nahrungsquellen für Insekten, Wildbienen und Kleintiere. Wildbienen haben teilweise einen Aktionsradius von 50 bis max. 100 Metern. Hiermit wird deutlich, dass das zurückschneiden der Vegetation an Wegerändern die Verbreitung und Vermehrung von Insekten und Wildbienen verhindert oder sogar unmöglich macht.
Auch in den Städten werden die Gärten für Insekten und Wildbienen immer unattraktiver. Koniferen ohne Blüten, Steingärten in denen jedes Unkraut ausgezupft wird, gepflasterte oder asphaltierte Gartenwege und Garagenzufahrten sind zwar Arbeitsextensiv tragen aber zur Nahrungsarmut bzw. zum Nahrungsmangel und somit zum Artensterben der Insekten und Wildbienen bei.

Vor diesem Hintergrund wurde angeregt, nach dem Vorbild der Stadt Mössingen, Rasenflächen in Blühflächen umzugestalten.
Die Stadt Mössingen wurde im deutschlandweiten Fachwettbewerb „Die Stadt der duften Blumen“ mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ in 2001 wurde Mössingen ebenfalls mit einer Goldmedaille prämiert und nennt sich Baden-Württemberg weit als einzige Stadt „Blumenstadt Mössingen“.

Ziel

Für Insekten und Wildbienen sollen vermehrt Nahrungsquellen (Pollen und Nektar) und Möglichkeiten zur Verpuppung angeboten werden.
Hierzu wird die Stadt Kirchhain versuchsweise erste Flächen mit Blumensamen aussähen.
Für die Zukunft erhoffen die Initiatoren des Projektes, dass sich auch Privatpersonen dem Projekt anschließen. Sie könnten Rasenflächen durch Blühflächen ersetzten. Nahrungsarme gefüllte Pflanzenarten für Kästen und Kübel durch Nahrungsreiche Pflanzen ersetzten (siehe Flyer). Vielleicht wird der ein oder andere sein Hecken- und Baumsortiment im Garten auf Nahrungsreiche Pflanzen umstellen oder doch ergänzen. Ein einzelner Baum z. B. eine Weide im Frühjahr kann da schon viel bewirken. Und wer ein Staudenbeet im Garten hat kann auch hier anhand des Flyers seine Auswahl überprüfen und vielleicht um die ein oder andere Pflanze ergänzen.

Maßnahmen und Veranstaltungen in 2008

Als Auftaktveranstaltung fand am 28. Februar 2008 eine Abendveranstaltung im Bürgerhaus Kirchhain statt. Redner war Herr Utto Baumgartner vom Netzwerk Blühende Landschaft, www.bluehende.landschaft.de

Mitarbeiter/-innen des Bauamtes und des städtischen Bauhofes machten sich vor Ort in Mössingen ein Bild. Sie bekamen wertvolle Informationen von Herr Felger, Leiter der Stadtgärtnerei Mössingen über Arbeitsvorgänge, Gestaltung der Flächen und Arbeitsmittel. Die BUND Ortsgruppe Kirchhain baute an mehrere Standorten u.a. in der Fußgängerzone und bei einem ansässigen Supermarkt einen Informationstand auf. Thema war: Kirchhain blüht. Hier im besonderen was die einzelnen Bürgerinnen und Bürger tun können. Welche Pflanzen den Insekten Nahrung bieten und sich für Balkonkästen und Blumenbeete eignen.

In Zusammenarbeit des BUND Ortsgruppe Kirchhain und der Stadt Kirchhain wurde im Frühjahr 2008 ein Flyer zum Projekt Kirchhain blüht herausgebracht.

In regelmäßigen Abständen wurden von der BUND Ortsgruppe Kirchhain
Presseartikel zum Projekt veröffentlicht.

Das Bieneninstitut hat auf drei Versuchsflächen Samenmischungen ausgebracht. Zum einen die einjährige Mischung „Mössinger Sommer“ als zweites die mehrjährige Samenmischung „Blühende Landschaften“ und .als drittes „Veitshöchheimer Bienenweide“. Das Ergebnis wurde am 30.08.2008 im Rahmen einer Veranstaltung vorgestellt.

Von der Stadt Kirchhain wurde das Projekt in 2008 mit drei Flächen gestartet. Hier konnten erste Erfahrungen gesammelt werden. Die Aussaat mit „mössinger sommer“ erfolgte Anfang Mai – im April 2008 hatte es noch geschneit und Frost war im Boden. Die Flächen verteilten sich über das Stadtgebiet an den Einfallstraßen ( siehe Karte). Geplant ist nach und nach an allen sieben Einfallstraßen Blühflächen entstehen. Die bunten Blühflächen fielen von weitem auf wodurch sie die Aufmerksamkeit auf sich zogen.

Das Projekt geht weiter

2009

In einem ersten Treffen im Frühjahr 2009 wurde Rückblick über 2008 gehalten.

Das Projekt kam sehr positiv bei der Bevölkerung an!
Telefonische Anfragen bezüglich des Blumensamens „Mössinger Sommer“ und der Herrichtung der Flächen kamen vom Gladenbach im Westen bis Weimar im Osten von Kassel im Norden bis Gießen im Süden.
Städte und Gemeinden, Schulen, Gewerbetreibende und Imkerei-Verbände informierten sich ebenso wie Privatpersonen.
Eine Bürgerin aus Homberg / Ohm berichtete, dass sie mit Besuchern ins Gewerbegebiet Ost in Kirchhain gefahren sei, nicht etwa um einzukaufen, nein! Sie wollte ihnen die Blumenwiese zeigen.

Anfragen aus den benachbarten Gemeinden Rauschenberg und Cölbe, nach der Bezugsquelle von „Mössinger Sommer“ lagen vor. In der Presse war das Zitat von Rauschenbergs Bürgermeister zu lesen: „So schlecht war die Idee der Kirchhainer nicht, dass wir uns schämen müssten, sie zu kopieren“. Artikel vom 12.03.2009 OP

In 2008 wurde von Raiffeisen Kirchhain im Feldweg 7 in Kirchhain zwei Sorten von Samen verkauft. Zum einen „Mössinger Sommer“ und „Blühende Landschaften“ verkauft.
Als die ersten Blumen zu blühen anfingen waren die restlichen Samentüten schnell ausverkauft.

In 2009 wurde von Raiffeisen Kirchhain erneut „Mössinger Sommer“ verkauft. Insgesamt wurden drei Bestellungen an den Lieferanten Samen-Fetzer aufgegeben und der Samen konnte zum Schluss nur noch auf Bestellung abgegeben werden.

Während eines Pressetermins wurden die Samenmischung „Mössinger Sommer“ an die Bürgermeister von Cölbe, Rauschenberg und Kirchhain im Beisein von Vertreterinnen Frau Schmidt und Frau Dönges des BUND Ortsgruppe Kirchhain und dem Leiter des Bieneninstitutes HerrDr. Büchler ausgegeben.

Maßnahmen und Veranstaltungen in 2009

In 2009 wurden die drei Flächen von 2008 um insgesamt fünf Flächen erweitert. Erstmals liegt eine der Flächen auf privatem Grund. Eine gewerbetreibende Firma hat sie in der Frankfurter Straße zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle herzlichen Dank!
Die fünf Flächen wurde wie folgt eingesät.An zwei weiteren Einfallstraßen wurden Flächen mit „Mössinger Sommer“ eingesät.
Beim Hallenbad wurden zwei Flächen mit heimischen Samenmischung hergerichtet. Zum einen „Wiesentraum“ und zum anderen „Kirchhainer Bienengarten“.
Entlang dem Skulpturen Pfad wurde in Wegeseitengräben „blühener Wegeseitengraben“ im Frühjahr 2009 ausgebracht.

Zu Erleichterung der Verbreitung von Insekten und Wildbienen wird die Stadt Kirchhain in 2009 die Schnittmaßnahmen an Feldwegeränder auf ein Minimum reduzieren.

Es soll zweimal im Jahr an Radwegen und entlang von Wohngebäuden im Außenbereich und ein mal im Jahr die Wege zu den Grillhütten geschnitten werden. Hierbei wird nur die Bankette geschnitten. Die Flächen zwischen Bäumen bleiben zum Schutz und als Nahrungsquelle für Wildbienen, Insekten und Kleintiere erhalten. Die in der Vergangenheit oft durchgeführten „Schönheits(schnitt)maßnahmen“ sollen erstmals in 2009 entfallen – zum Wohl der Tiere.

Im Rahmen des Informations- und Kulturprogramms, das vom Brücker Verein e.V. initiiert wird, wurde über die Aktion „Blühende Landschaften“ ein Vortrag mit dem Thema „Frühlingsboten und Flotte Bienen“ am 0.03.2009 in der Brücker Mühle in Amöneburg angeboten. Referent war der Leiter des Bieneninstitutes Herr Dr. Büchler.

Auch in 2009 hat das Bieneninstitut auf drei Versuchsflächen Samenmischungen ausgebracht. Wie in 2008 wurde auf einer Fläche die einjährige Mischung „Mössinger Sommer“ ausgesät. Die mehrjährige Samenmischung „Blühende Landschaften“ aus 2008 steht nun das zweite Jahr. Die dritte Fläche wurde mit der mehrjährigen Samenmischung „Kirchhainer Bienengarten“ ausgesät. Diese Mischung wurde vom Bieneninstitutsleiter Dr. Büchler zusammengestellt und befindet sich in der Erprobungsphase.

„Kirchhain blüht“ auf der Burgwaldmesse 2009
Bei der Burgwaldmesse im September 2009 der Region Burgwald-Ederbergland e.V. in Wetter war auch die Stadt Kirchhain mit einem Stand vertreten. In diesem Jahr lautete das Motto „Kirchhain blüht“ und „Bienen“.

Der mit Großfotos von Kirchhainer Blumenwiesen gestaltete Stand der Stadt war während der zweitägigen Messe gut besucht.

Viele Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Samenmischung, die durch den städtischen Bauhof ausgesät wurde. Interessierten wurde entsprechendes Informationsmaterial mitgegeben. Sicherlich wird in Zukunft auch im Bereich der Region Burgwald eine „Kirchhainer Blumenwiese“ zu finden sein.

Unterstützt wurde die Stadt auf ihrem Stand durch Mitglieder des Imkervereins Kirchhain und Umgebung e.V. Die aufgestellt Bienenwabe fand - vor allem bei den kleinen Besucherinnen und Besuchern - großen Anklang.

Im Spätsommer wurde ein Antrag zur Nutzung von Flächen an das Amt für Straßen und Verkehrswesen (ASV) gestellt. Durch die Genehmigung seitens des ASV konnten die zwei Fahrbahnteiler an der B62 Abfahrt Kirchhain Ost (zum Gewerbegebiet) umgebrochen und mit mehrjährigen Blumensamen ausgesät werden. Die Bearbeitung der Flächen wird im Frühjahr, nach der Frostperiode, zu Ende geführt – dann werden die Einjährigen Blumensamen ausgesät.

In Richtung Stadtallendorf konnte, Dank der Genehmigung durch das ASV, an der Böschung Samen aufgebracht werden.
Ziel ist es durch die Aussaat von Blumensamen die Verbreitung der Sorten im Außenbereich zu fördern.Hierzu wurden eigens gemischte Samenmischungen von Appels wilde Samen verwendet (siehe unten).
Auch an der Ampelanlage bei Hof Netz wurde eine städtische Fläche in oben beschriebener Weise bearbeitet und ein Fläche als Blumenwiese angelegt.

 

 

Durch die Zusammenarbeit mit dem Kieswerk Herrmann konnte der frisch aufgeschüttete Erddamm an der neuen Auskiesungsfläche, vor der Abfahrt B 62, Kirchhain west von Marburg kommend, eingesät werden.

 

Hier kam, auf Grund der steilen Böschung, ein besonderes Verfahren zum Einsatz, die Hydroansaat.
Hierzu wird die Samenmischung mit Dünger, Kleber, Zellulose u.a. Komponenten vermischt und auf die Fläche aufgespritzt.

 

 

 

Maßnahmen in 2010

In 2010 wurden die städtischen Flächen wie in den Jahren zuvor eingesät. Die Fläche der gewerbetreibenden Firma in der Frankfurter Straße von 2009 konnten wir, wegen Veränderungen an der Einfriedigung, nicht mehr bewirtschaften. Allerdings heißt das nicht, dass die Fläche in 2010 nicht blühte – die sich selbst ausgesamten Pflanzen lieferten ein schönes Bild.
Eine weitere Fläche in der Frankfurter Straße wurde der Stadt Kirchhain am Ortsausgang angeboten. Der gewerbetreibende Betrieb hat die Fläche zwischen Frankfurter Straße und Firmengelände vorbereitet (Abschieben der Grasnarbe, Umbrechen und Fräsen des Bodens) und die Stadt Kirchhain konnte einsähen. Die Fläche erblühte in voller Pracht mit der Mischung „Farbe in grün“ von Daniela Felger.

Nachdem die Umbauarbeiten in der Mühlgasse abgeschlossen und der Mündungsbereich in die Borngasse / Untergasse umgestaltet war, konnten auch hier die kleinen Flächen eingesät werden. Mössinger Sommer wuchs hier und erfreute die Passanten. Im Herbst mussten die Blumen ein wenig herruntergenommen werden, da sie so gut gedieh und an Höhe gewann, dass den Autofahrern teilweise die Sicht genommen wurde.
Die Flächen bei Hof Netz blühten recht dürftig, auf Grund der Witterung, zudem waren Flächen von unbekannten Personen frühzeitig gemäht worden, sodass die Blumen nicht aufwachsen konnten. Schade. Eine nochmalige Aussaat an dieser Stelle zu einem späteren Zeitpunkt wird noch geprüft.
Die Nassansaat an dem Erdwall entlang der B62 war nicht aufgegangen. Die Gründe hierfür konnten nicht geklärt werden. Eine erneute Ansaat wird an dieser Stelle nicht durchgeführt werden.
Insgesamt waren die Blühflächen nicht gar so üppig, da das Frühjahr sehr trocken war. Hier entwickelten sich Beikräuter auf den trockenen Böden besser als die Ansaaten, was dem Bild einer Blühwiese aber nicht entsprach. Eine Mahd entfernte u.a. die aufgewachsene Melde von den Flächen. Nachdem der Regen einsetzte konnten wenige Samen keimen und die Flächen wurden doch noch schön.

Maßnahmen und Veranstaltung in 2011

Das Jahr 2011 sollte spannend werden. Die Witterung war im Frühjahr durchweg trocken! Obwohl schon recht früh im März ausgesät wurde, konnten die Samen nicht keimen. Alle freuten sich über Sonne und Wärme, aber so konnten die Pflanzen sich nicht entwickeln. Manch eine Fläche lag noch im Mai braun da. Der Regen kam mit einem Sturmereignis. Die Samen keimten auf, die nachfolgende Trockenheit ließ sie eintrocknen und die Flächen blieben kahl. Wie schon in 2010 wurden die Flächen mit einer erhöhten Anzahl an Beikräutern gemäht auch wenn sich die eine oder andere Blume entwickelt hatte. Eine Information dazu wurde über die Presse an die Bürger gegeben. Da viele Bürger dies auch bei sich im Garten beobachten konnten war das Verständnis groß.
Die Flächen in der Frankfurter Straße und im Kreuzungsbereich wurden von Privatpersonen gewässert, vielen Dank dafür, und blühten auf – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

 

Die Fläche am Steinweg wurde von Seiten der Stadt gewässert und gejätet, und blüht spät - aber dann doch sehr schön.
Die Flächen am Hallenbad, mit den mehrjährigen Mischungen, wurden im Frühjahr abgenommen und das Schnittgut entsorgt. Über Winter war der Aufwuchs stehen geblieben und hatte den Vögeln als Winterfutter gedient und manch Insekt als Winterquartier. Hier erblühten beide Flächen mit vielen Farben und die Insekten nutzten das Angebot rege.

 

 

Zu Beginn des Jahres wurde Bürgermeister Herr Kirchner von der „Regionale Aktionsgruppe Saale-Holzland e.V.“ angesprochen einen Vortrag zum Thema „Kirchhain blüht“ zu halten. Hintergrund war der Wettbewerb „Zukunft für unsere Region(en)“ des Thüringer Landwirtschaftsministeriums. Die Aktionsgruppe hatte den Wettbewerb gewonnen welcher vorsieht, dass Grünstreifen, Kreisverkehre und öffentliche Grünflächen in Blühstreifen /-flächen umgewandelt werden. Herr Kirchner sagte den Termin am 16.02.2011 zu und stellte das Kooperationsprojekt „Kirchhain blüht“ in der Auftaktveranstaltung vor. Wir wünschen dem Landkreis mit seiner Idee viel Erfolg!
Ende 2011 wurden in Hangflächen, im „Feldweg“ und entlang des Friedhofes in der Röthestraße, in den Rasen Narzissenzwiebeln eingesetzt. Die Sorte wurde so gewählt, dass eine natürliche Vermehrung möglich ist. Die ersten Spitzen konnten im Februar 2012 schon entdeckt werden.

 

Ergänzung zum Flyer

Futterpflanzen für Bienen für das ganze Jahr

Zeitiges Frühjahr
Weide, Blaustern, Lungenkraut, Schneeheide, Winterling,
Krokus, Märzbecher, Schneeglöckchen,
Schlüsselblumen

Frühjahr
Spitzahorn, Zwergmispel, Scheinquitte oder Japanische Quitte,
Akelei, Lupine, Blaukissen, Gemswurz, Gänsekresse,
Goldnessel, Kriechender Günsel, Steinkraut, Steppenkerze, Tulpe, Wiesenraute, Hohler Lerchensporn

Frühsommer
Goldregen, Flieder, Weigelie, Schneebeere, Strauch-Fingerkraut,
Storchschnabel und Taubnesselarten, Salbei, Steinkraut,
Wiesenraute, Glockenblumen, Fingerhut, Thymian, Katzenminze,
Ehrenpreis, Berufkraut, Schafgarbe

Hochsommer
Sommerflieder, Königskerze, Alant, Sonnenhut, Mauerpfeffer,
Fetthenne, Lavendel, Kugel- und Edeldistel, Mannstreu,
Schleierkraut, Ehrenpreis, ungefüllte Rosensorten, Malvenarten,
Hauhechel, Staudenwicke, Beinwell, Rainfarn, Mutterkraut, Wegwarte, Borretsch, Fenchel, Mignondahlien (ungefüllt)

Spätsommer
Besenheide, Herbstaster, Oregano (Dost), Ysop,
Zitronenmelisse, Bohnenkraut, Ochsenauge, Silberkerze

„Mössinger Sommer“ - Wie wird´s gemacht?

Vom Bauamt wurden städtische Flächen ausgewählt. Alle Flächen liegen innerhalb der bebauten Ortslage. Für Flächen am Stadtrand oder außerhalb der Stadt wurden heimische Mischungen gewählt.

Die Mischung „Mössinger Sommer“ eignet sich besonders für sonnige Standorte. „Mössinger Sommer“ ist eine einjährige Samenmischung die jedes Jahr neu ausgesät wird und im Herbst abgeräumt wird.

Vom Bauamt wurden vorwiegend sonnige Flächen ausgewählt.

Mit Ausnahme einer Fläche – hier liegt eine Streuobstwiese mit lockerem Obstbaumbestand innerhalb eines Baugebietes.

Diese Fläche wurde versuchsweise ausgesät. Das Ergebnis stellte sich positiv dar. Die Bäume ließen genügend Licht durch das Laub und standen weit genug auseinander sodass die darunter liegenden Blumen genügend Sonne und Wasser bekamen.

In Kirchhain wurden die Arbeiten durch den städtischen Bauhof geleistet, im Auftrag des Bauamtes.

Folgende Arbeitsschritte wurden durchgeführt:

Boden:

  • Zur Vorbereitung des Bodens wird zuerst die oberer Vegetationsschicht (zum Beispiel Rasen) abgenommen.
  • Der Boden wird mit Kompost und Sand verbessert.
  • Der Samen wird aufgebracht und festgewalzt. Nach der Keimung wird der Boden gedüngt.
  • Wässern nach Bedarf (war in 2008 nicht nötig)

Beschreibung der Samenmischungen entsprechend der Angaben der Hersteller

„Mössinger Sommer“
Inhalt der Samenmischung
Diese durch die Stadtgärtnerei Mössingen sorgfältig für Sie zusammengestellte Premium-Mischung enthält z.B. Sommer-Rittersporn, Schlafmützchen, Ringelblume, Doldige Schleifenblume, Oregano, Klatschmohn, Vogeläuglein, Meerviole, Seidenmohn, Sonnenflügel, Morgenröschen, Liebes-Hainblume, Färbermädchenauge, Sommer-Adonisröschen und Leinsamen der Blauen Alb.

Quelle: Samenpackung „Mössinger Sommer“ für 6 m²

Appels Wiesentraum
Der Wiesentraum ist eine Komposition aus Kindheitserinnerungen an das, was eine wunderschöne Wiese ausmacht. Bunt, duftend, schön und voller Leben mit Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Heupferdchen. Dazu gehört auch der bunte Wiesenblumenstrauß aus Glockenblumen, Margeriten, Butterblumen und vielen anderen. Eine Dauerblüte vom Vorfrühling bis zum Herbst, aus hoch wachsenden Blumen und kleinen zierlichen wie der Schlüsselblume wird gerahmt von attraktiven Gräsern.
Im ersten Jahr blüht eine Vielzahl einjähriger Arten wie Kornblumen, Klatschmohn und Kornrade Ab dem zweiten Jahr beginnen sich die mehrjährigen Arten der Traumwiese zu etablieren.
Die Mischung ist geeignet für alle nicht extremen Böden.

Weitere Arten sind u. a. : Ackerringelblume, Hirtentäschelkraut, Kümmel, Wiesenflockenblume, Skabiosenflockenblume, Heidenelke, Wiesenstorchschnabel, Witwenblume, Moschusmalve, Mittlerer Wegerich, Gamanderehrenpreis

Quelle: samen@appelswilde – Produkte und Preise – Wiesentraum – Techn. Datenblatt Wiesentraum.pdf

„Kirchhainer Bienengarten“
u.a. Kornblume, Kornrade. Zottige Wicke, Färbekamille, Wundklee, Wirbeldost, Bunte Kronwicke, Staudenlein, Hornschotenklee, Brauner Dost, Rapunzel-Glockenblume, Pfirsichblättrige Glockenblume, Gewöhnliches Ferkelkraut, Luzerne, Aufrechtes Fingerkraut, Silberfingerkraut, Zottiger Klappertopf, Heilziest, Hasenklee und Purpurrote Königskerze.

Quelle: Angebot zur Samenmischung, Bieneninstitut

„Blühender Wegeseitengraben“
Dies ist eine Mehrjährige Mischung speziell die Bedingungen von Wegeseitengräben zusammengestellt. Es wurden Pflanzen für den trockenen und feuchten Boden ausgewählt. Es handelt sich um eine mehrjährige Samenmischung die im Frühjahr gemäht werden kann.

Die Mischung enthält u. a. Kornblume, Klatschmohn, Saatwucherblume, Nesselblättrige Glockenblume, Kümmel, Wilde Möhre, Echtes Labkraut, Kuckuckslichtnelke, Esparsette , Kleiner Wiesenkopf und Aufgeblasenes Leimkraut.

Quelle: Angebot zur Samenmischung, Appels Wilde Samen GmbH

„Damm bei Kieswerk Herrmann“
u.a. Scharfgabe, Färberkamille, Wundklee, Wegwarte, Bunte Kronwicke, Wilde Möhre, Wiesenlabkraut, Echtes Labkraut, Wiesensalbei, Rotes Seifenkraut, Moschusmalve, Wiesenwucherblume, Kornrade, Großes Zittergras, Kleiner Wiesenknopf, Kornblume

Quelle: Angebot zur Samenmischung, Appels Wilde Samen GmbH

„Fahrbahnteiler und Abfahrt Hof Netz“
u.a. Staudenlein, Gemeine Braunelle, Kleiner Wiesenknopf, Echtes Labkraut, Wiesenlabkraut, Saatmohn, Kuhkraut, Schafgarbe, Färberkamille, Wundklee, Bunte Kronwicke, Wiesenwucherblume, Wilde Resede, Wiesensalbei, Rotes Seifenkraut, Saatmohn, Ackerrittersporn, Ackergauchheil

Quelle : Angebot zur Samenmischung, Appels Wilde Samen GmbH

„Samen für die Fahrbahnböschung in vorhandene Grasnarbe“
u.a. Schwarze Königskerze, Haferwurz, Staudenlein, Gemeine Braunelle, Wilde Resede, Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf, Rotes Seifenkraut, Rispige Flockenblume, Wegwarte (Blume des Jahres 2009), Wilde Möhre, Färberwaid, Rosenmalve, Schafgarbe, Färberkamille, Wundklee, Bunte Kronwicke, Wiesenlabkraut, Echtes Labkraut, Wiesenwucherblume, Zottiger Klappertopf, Kuhkraut, Kornrade, Kornblume

Quelle: Angebot zur Samenmischung, Appels Wilde Samen GmbH

Adressen der Samenlieferanten:

„Mössinger Sommer“
Herstellung und Vertrieb

Dürr Samen
Stephan Schwenk E.K.
Bayernstraße 24
72768 Reutlingen
Fon: 07 121 / 637 99
Fax: 07 121 / 620 427
E-Mail INFO@DUERR-SAMEN.DE
www.duerr-samen.de
Für
Stadt Mössingen

„Appels Wiesentraum“
Appels Wilde Samen GmbH
Öko-Landbau-Zentrum
Brandschneise 2
64295 Darmstadt
Fon: 06 151 / 92 92-13
Fax: 06 151 / 92 92-10
E-Mail: samen@appelswilde.de
www.appelswilde.de

“Kirchhainer Bienengarten”
Eine vom Bieneninstitut Kirchhain zusammengestellte Samenmischung die sich zur Zeit in der Erprobungsphase befindet.
Gemischt und geliefert von Appels Wilde Samen GmbH.

„Blühender Wegeseitengraben“
Eine von Appels Wilde Samen zusammengestellte Samenmischung für Wegeseitengräben.
Gemischt und geliefert von Appels Wilde Samen GmbH.

„Veitshöchheimer Bienenweide“
Appels Wilde Samen GmbH

„Blühende Landschaften"
Rieger –Hofmann ® GmbH
In den Wildblumen 7
74572 Blaufelden-Raboldshausen
Fon 07952 / 56 82
Fax: 07952 / 65 09
E-Mail: info@rieger-hofmann.de
www.rieger-homann.de

Daniela Fleger
Hallstattstraße 3
72 116 Mössingen- Belsen
Fon 07473/5020430
Fax 07473 / 50 20 431
www.saatgut-manufaktur.de

 

Seite drucken

Magistrat der
Stadt Kirchhain
Am Markt 1
Tel.: 06422/808-0
Fax: 06422/808-102
magistrat@kirchhain.de

Zu den Öffnungszeiten

Gemeinsam für Flüchtlinge
Kirchhainer Anzeiger online
JUKUZ Kirchhain
Skulpturenpfad
Gewerbeverein Kirchhain
Phönix Hallenbad